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Social Media-Dashboards

Hootsuite, webZunder und Co. – Vielen unter uns sind Social Media-Dashboards noch kein Begriff. Dabei erfreuen sich die Tools, die bei der Organisation und Analyse der verschiedenen Social Media-Aktivitäten helfen, steigender Beliebtheit. In dem schier unbegrenzt erscheinenden Markt ist es allerdings gar nicht so einfach, das passende Dashboard zu finden.

Die Sozialen Medien haben sich schon seit geraumer Zeit in den Kommunikationsabteilungen vieler deutscher Unternehmen etabliert. Auch die Nahverkehrsbranche nutzt das Kommunikationstool, viele Betriebe besitzen sogar gleich mehrere Kanäle. Ganz von alleine laufen diese aber nicht: Um Erfolge zu erwirtschaften, müssen die einzelnen Profile ausgiebig gepflegt und Präsenz gezeigt werden. Oft mangelt es jedoch an Zeit, ständig in allen Social Media-Kanälen online zu sein, das Nutzerverhalten zu beobachten, dialogorientiert zu kommunizieren und Inhalte selbst zu publizieren. Darüber hinaus ist es bei den Social Media-Aktivitäten, wie bei allen anderen Kommunikationsmaßnahmen auch: Sie müssen im Marketingmix gerechtfertigt und ihr Erfolg nachgewiesen werden. Teilweise bieten die einzelnen Sozialen Netzwerke Controlling-Tools an, am sinnvollsten aber ist der Einsatz von sogenannten Social Media-Dashboards, denn nur mit ihnen erhält man einen Überblick über alle wichtigen Plattformen und deren effiziente Nutzung.

Hilfreiches Redaktions- und Analysetool
Ein Social Media-Dashboard ist eine Art Schaltzentrale, von der aus die einzelnen unternehmenseigenen Kanäle gesteuert werden können. Im Grunde hat das Tool zwei herausragende Vorteile: Zum Ersten wird mit der Nutzung Zeit gespart, indem über eine einzige Oberfläche mehrere Social Media-Profile bedient werden können. Man muss eine Unternehmensmeldung also beispielsweise nicht nach und nach einzeln in jedem Kanal veröffentlichen, sondern kann sie in einem Arbeitsschritt über alle in dem Dashboard registrierten Profile publizieren. Auch die Reaktionen auf die einzelnen Postings werden detailliert dargestellt – man verpasst also nichts so schnell. Den zweiten großen Vorteil der Social Media-Dashboards stellt die zeitnahe Erfolgsauswertung dar. Mit einem Knopfdruck werden übersichtliche Statistiken geliefert, die den Erfolg der einzelnen Aktivitäten in den unterschiedlichen Kanälen darstellen. Wie viele Nutzer haben das Posting gesehen und wie viele haben es kommentiert? Welches Posting der letzten Woche war besonders reichweitenstark? In welchem Kanal bekam das Posting die meisten Rückmeldungen und welcher Kanal konnte in der letzten Woche den größten Abonnenten-Zuwachs verschreiben? Diese und viele weitere Fragen werden je nach Leistungsumfang der Tools mit den Statistiken beantwortet.

Markt der Social Media-Dashboards
Darüber hinaus besteht je nach Anbieter die Möglichkeit, mehrere Beiträge zeitgesteuert in verschiedenen Netzwerken zu veröffentlichen. Soll beispielsweise an einem Samstagsabend auf Twitter und Facebook auf den Tag der offenen Tür am Sonntag hingewiesen werden, kann man das Posting schon einige Tage vorher erstellen und den gewünschten Veröffentlichungs-Termin angeben. Einige Anbieter überzeugen zudem mit Filter- und Suchfunktionen, mit denen die Profile in den Sozialen Medien auf bestimmte Themen durchsucht werden können. Der Markt der Social Media-Dashboards ist recht unübersichtlich und umfasst eine Menge Anbieter. Diese sind zum Teil kostenlos, zum Teil aber auch kostenpflichtig und decken unterschiedliche Bereiche ab. Relativ große Beliebtheit genießt beispielsweise die Zentrale „Hootsuite“, mit der man Kanäle bei Twitter, Facebook, LinkedIn, Google+ und bei vielen weiteren sozialen Medien verwalten und von einer Oberfläche aus pflegen kann. Die mehr als zehn Millionen Nutzer loben vor allem die ausführlichen Analysemöglichkeiten, die Vielseitigkeit und die Erweiterung des Tools durch eine App. Zudem überzeugt „Hootsuite“ mit einer kostenlosen Version, mit der bis zu drei Profile in den sozialen Medien analysiert werden können.

Das deutsche Pendant
Empfehlenswert für kleine und mittelständische Unternehmen ist das Social Media-Dashboard „webZunder“ – ein deutscher Herausforderer der großen, internationalen Dashboards. Zu den integrierbaren Diensten des Markting-Werkzeuges gehören momentan Facebook, Twitter, Xing, foursquare und WordPress. „webZunder“ ist leicht zu bedienen und bietet den Nutzern Vorlagen für die alltägliche Kommunikation an, die in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen erarbeitet wurden. Für Statusmeldungen, Blogeinträge, Veranstaltungen und Produktvorstellungen werden die notwendigen Informationen abgefragt und schlussendlich als fertige Nachricht publiziert. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten ist „webZunder“ nicht kostenlos, für die Nutzung verlangt der Hersteller 9,90 Euro pro Monat zuzüglich Mehrwertsteuer. Allerdings kann das System 30 Tage lang kostenlos und unverbindlich getestet werden.

Fazit: Ist die Nutzung sinnvoll?
Social Media-Dashboards bündeln die verschiedenen Social Media-Kanäle und zeigen alle wichtigen Informationen auf einen Blick an. Somit bringen sie eine Menge Ordnung in das Chaos und helfen Kommunikationsverantwortlichen den Überblick über die Postings zu behalten. Einen besonders großen Pluspunkt stellt aber die Möglichkeit der Erfolgskontrolle der unternehmenseigenen Aktivitäten in den einzelnen Social Media-Kanälen dar. Somit kann auf einen Blick gesehen werden, welche Postings gut und welche eher schlecht ankamen und das Kommunikationsverhalten dementsprechend optimiert werden. Darüber hinaus lassen sich die Aktivitäten mit Statistiken, die den möglichen Erfolg beweisen, rechtfertigen. Welches System für welches Unternehmen passend ist, hängt von den spezifischen Anforderungen ab. Unter anderem spielt es eine Rolle, welche sozialen Medien und welches Betriebssystem genutzt werden und auf welchen Endgeräten man das Dashboard verwendet. Auf keinen Fall sollten Unternehmen jedoch mehr als ein Social Media Dashboard nutzen. Darüber hinaus erfolgt die Nutzung der Social Media Dashboards nicht ganz ohne Risiken. Knackt jemand den Zugang zu dem Account, sind die Zugangsdaten zu gleich mehreren Kanälen in Gefahr.

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