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Aachener Verkehrsverbund (AVV): Präsenz in fünf Netzwerken

In seinem Social Media-Engagement sieht der Aachener Verkehrsverbund (AVV) eine konsequente Weiterführung seiner Web-Strategie. Der Verbund ist seit 2013 gleich mit fünf sozialen Netzwerken verknüpft: Facebook, Twitter, youtube, Instagram und Foursquare.

Illustration zum Blog des AVV
Die Gestaltungsmöglichkeiten der Sozialen Netzwerke sind begrenzt. Deshalb will der AVV seinen Blog in Zukunft weiter ausbauen.

„In der Hochschulstadt Aachen forderten viele webaffine Kunden die Social Media-Präsenz natürlich schon sehr frühzeitig ein“, erinnert sich Markus Vogten, der das Social-Media-Engagement des AVV im Rahmen von Marketing und Öffentlichkeitsarbeit verantwortet. Andererseits ist der ÖPNV im Aachener Grenzland – abgesehen von der Bahn und der ASEAG – ausschließlich von klein- und mittelständischen Unternehmen geprägt, für die ein umfangreicher Aufritt, wie ihn der AVV zum Nahverkehr leistet, kaum infrage kommt. „Als Verbund vermarkten wir ein unternehmensübergreifendes ÖPNV-Angebot und einen einheitlichen Verbundtarif. Die sozialen Netzwerke bieten uns dafür eine zusätzliche Plattform, die von einer wachsenden Kundenzahl genutzt wird und auf der wir nahezu ohne Streuverluste unsere Informationen an Mann oder Frau bringen,“ meint Vogten.

Mehrwerte für Kunden erschließen
Ein wichtiger Grund, warum der AVV-Aufsichtsrat im September 2012 schließlich grünes Licht für den Social Media-Auftritt gab. Ein Jahr später zeigte der Verbund gleich in fünf Sozialen Netzwerken Präsenz, die alle direkt von der AVV-Homepage aus erreichbar und auch untereinander via Facebook verknüpft sind. Zusätzlich betreibt der Verbund einen eigenen Blog, in dem Themen aus der Verbundarbeit – zum Beispiel Verkehrserziehung in Busschulen – oder gezielte Angebote wie Tickets mit Familienbonus vorgestellt werden. Dieser steckt allerdings erst in den Startlöchern.

Die Präferenz liegt klar auf Facebook, dem Dialog-Netzwerk mit der größten Nutzerzahl. Der Nachrichtenkanal Twitter liefert aktuelle Fahrplanmeldungen, die automatisch aus der AVV-Webseite generiert werden. Auf youtube bietet der AVV einen direkten Zugang zu verbundübergreifenden ÖPNV-Informationen, insbesondere den Videos zum NRW-Tarif. Die Instagram-Seite ist ein großes Fotoalbum von „Schnappschüssen“, die aus vielen verschiedenen AVV-Medien und Aktionen stammen, teilweise auch aus dem Blog. Nicht nur eingefleischte Bus- und Bahnfans bekommen hier einen sympathischen und im wahrsten Wortsinne „bildlichen“ Einblick in den Verbund. Foursquare schließlich gibt interessante Tipps zu Sehenswürdigkeiten oder Ausflugszielen im Verbundgebiet, die sich mit Bus und Bahn erreichen und entdecken lassen – nicht nur für Touristen in der Kaiserstadt Aachen ein sinnvoller Service.

Ausbau im Zuge der Responsive Website
Nach einem Jahr denkt Vogten bereits über einen möglichen Ausbau der Präsenzen nach: „Twitter bietet an sich mehr Potenzial, aber dies wird von deutschen Nutzern bislang noch nicht abgerufen, wir müssen die Entwicklung beobachten und dann entscheiden, ob wir die Fahrplanauskünfte hier um Dialogangebote ergänzen.“ Gleiches gilt für den Ausbau von Instagram und insbesondere Foursquare. Die Möglichkeiten sind groß. So ließen sich etwa Freizeittipps mit standortgenauen Informationen zum ÖPNV verknüpfen. Aber noch sind die Nutzerzahlen zu gering.

youtube dagegen will der AVV im Zuge seiner neuen Internetpräsenz mit Responsive Website künftig stärker nutzen. Vogten stellt sich hier für die Zukunft eigene Filme zum ÖPNV im Aachener Grenzland vor. Auf der neuen AVV-Website können Besucher im Newsroom dann auch Einblick in die Themen und Inhalte der Social Media-Präsenzen nehmen.

Insofern ist das Social Media-Engagement eine konsequente Weiterführung der AVV-Web-Strategie, aber kein Ersatz für die eigene Internet-Präsenz. „Mit unserer neuen Responsive-Website reagieren wir zunächst auf die kontinuierlich zunehmende Nutzung mobiler Geräte, aber wir wollen auch neue Präsentationsmöglichkeiten wie Webjournale nutzen und unseren eigenen Blog voranbringen“, erklärt Vogten. Denn die Gestaltungsmöglichkeiten der Sozialen Netzwerke sind begrenzt, das Web bietet Unternehmen aber weit mehr Möglichkeiten zur Darstellung. Dabei ist sich Vogten mit Blick auf die Entwicklung der Sozialen Netzwerke in den vergangenen fünf Jahren sicher: „Das Kommunikationsverhalten der Menschen ändert sich immer schneller, das muss Auswirkungen auf unsere Arbeit haben.“

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