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Busse & Bahnen NRW

09.06.2013

Land sagte den Bürgerbusvereinen „Danke“

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1.000 Bürgerbusfahrer aus NRW treffen sich im Landschaftspark Duisburg-Nord

Sehen Sie hier die Interviews mit den Bürgerbus-Akteuren Verkehrsminister Groschek, Dachverbandsvorsitzenden Heckens und Vetretern des Bürgerbusvereins in Borken.

Duisburg. Mehr als 1.000 Bürgerbusfahrerinnen und -fahrer aus über 100 nordrhein-westfälischen Bürgerbusvereinen trafen sich am Sonntag auf Einladung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Gemeinschaftsinitiative Busse & Bahnen NRW im Landschaftspark Duisburg-Nord. Bei einem bunten Rahmenprogramm tauschten die Fahrer Erfahrungen und Kenntnisse über ihr ehrenamtliches Engagement aus. Landesverkehrsminister Michael Groschek sagte beim Treffen in der Kraftzentrale des Parks: „Der Bürgerbus in Nordrhein-Westfalen mit seinen nunmehr 111 Bürgerbusvereinen ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, die in Deutschland ihresgleichen sucht. Ich bin glücklich und sehr stolz zu sehen, wie sehr die Menschen in Nordrhein-Westfalen füreinander einstehen. Das Ehrenamt ist für mich das Fundament jeder Gemeinschaft. Denn ohne die vielen tausend ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer verlöre der ÖPNV gerade im ländlichen Raum eine tragende Säule.“

Auch Franz Heckens vom Dachverband Pro Bürgerbus NRW e.V. zeigte sich zufrieden: „Was mich besonders freut, ist der nach wie vor große Zusammenhalt in der Bürgerbusfamilie, obwohl es mittlerweile so viele Vereine gibt. So sehr der Fahrdienst im Bürgerbus Spaß macht, ist es ab und zu auch wichtig, die große Gemeinschaft zu spüren. Da motiviert so ein Fest und die damit ausgesprochene Anerkennung durch die Landesregierung."

Zu den Gratulanten gehörte auch der Sänger und Entertainer Guildo Horn, der die Bürgerbusfahrerinnen und -fahrer mit einem Feuerwerk seiner größten Hits begeisterte und zum Mitsingen animierte. Der ausgebildete Sozialpädagoge Guildo Horn ist Pate der Aktion „Für mehr Miteinander in Bus und Bahn“ des Landes Nordrhein-Westfalen.

Hintergrund: Bürger fahren für Bürger – eine Erfolgsgeschichte in NRW

Derzeit fahren 111 Bürgerbusse durch Nordrhein-Westfalen, weitere Vereine bereiten sich auf den Betrieb vor. Die Vereine haben in der Regel zwischen 20 und 150 Mitglieder. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Bürgerbusvereine mit Zuschüssen für die Erst- und die Ersatzbeschaffung der Busse (35.000 € pro Bus; + 5.000 € bei Neufahrzeugen, zusätzliche Zuschüsse bei behindertengerechtem Ausbau und alternativen Antriebsarten) sowie mit einer jährlichen Pauschale von 5.000  € pro Verein für die Vereinsorganisation. Zum Einsatz kommen ausschließlich Kleinbusse mit acht Fahrgastplätzen, da die Fahrer keinen Busführerschein besitzen. Der Bürgerbus ist ein normaler Linienverkehr auf einer konzessionierten Strecke mit Fahrplan, Haltestellen und einem geregelten Tarif.

1985 startete der erste Bürgerbus als Pilotprojekt im Münsterland. Nordrhein-Westfalen ist Bürgerbusland Nummer 1: In anderen Teilen Deutschlands gibt es insgesamt nur etwa 90 Vereine. Die Aufgabe der Bürgerbusse ist es, ein ergänzendes Mobilitätsangebot bereitzustellen: Im ländlichen Raum, der durch den ÖPNV kaum erschlossen ist, aber auch in Großstädten ergänzen die Bürgerbusse den städtischen Nahverkehrsbetrieb. Rund 900.000 Fahrgäste im Jahr nutzen die Bürgerbusse regelmäßig.

 

Pressekontakt:

Heike Reinhold
CP/COMPARTNER
Fon: 0201-1095-285
Fax: 0201-1095-141
E-Mail: reinhold@cp-compartner.de


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