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Politik & Wirtschaft

23.02.2012

„Aktionsplan zur Förderung der Nahmobilität“

Fuß- und Radverkehr im Fokus.

Mit dem „Aktionsplan zur Förderung der Nahmobilität“ setzt NRW bundesweit neue Standards. Erstmalig werden die Bereiche Fuß- und Radverkehr gesamtheitlich gefördert

Dabei verfolgt die Landesregierung folgende Ziele:

  • Nahmobilität gleichwertig neben den öffentlichen Personenverkehr und motorisierten Individualverkehr stellen
  • Im Straßenbau einen neuen Planungsansatz verfolgen: Vom Rand her denken, nicht mehr von der Straßenmitte aus
  • Die Gesundheit verbessern, Umwelt- und Klimaschutz unterstützen
  • Die selbstständige Mobilität von Kindern und älteren Menschen erhalten
  • Die Mobilitätsbedingungen für Menschen mit Behinderungen verbessern

Wichtige Bausteine sind:

  • Schadensmeldungs-Manager einsetzen als zentrale Meldestelle für Bürgerinnen und Bürger bei Fuß- und Radwegschäden
  • Fahrradstraßen und Radschnellwege errichten, zum Beispiel Sauerlandring oder Panorama-Radweg
  • ehemalige Bahntrassen zu Radwegen und Radschnellwegen umbauen
  • Abstellanlagen im öffentlichen Straßenraum verstärkt fördern
  • Infrastruktur für Pedelecs (elektrisch unterstütze Fahrräder) stärken
  • Fahrradtourismus in NRW unterstützen, zum Beispiel durch Aufbau von Schutzhütten, Infotafeln oder neuen E-Bike-Routen mit Ladestationen
  • Nahmobilitätsinfrastruktur in unterversorgten Regionen erweitern, zum Beispiel in Südwestfalen und im Bergischen Land
  • Förderung von barrierefreien Naturerlebnisangeboten in Naturparks
  • Unterstützung der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V.“ (AGFS)
  • Gesundheits- und Sportförderung, zum Beispiel durch die Verbindung der Kampagnen „Ich bin die Energie“ der AGFS und „Überwinde deinen inneren Schweinehund“ des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW
  • Fußverkehr verstärkt unterstützen, vor allem in den Bereichen Infrastruktur und Kommunikation
  • Die selbstständige Mobilität von Kindern und älteren Menschen erhalten und wahren, zum Beispiel durch den neuen Wettbewerb „Nahmobilität macht Schule“ und die Herausgabe des Leitfadens „Nahmobilität im Quartier“
  • Neu anzuschaffende Fahrzeuge im ÖPNV soweit möglich mit Mehrzweckbereichen ausstatten - vor allem für Fahrräder, Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen
  • Der Leitfaden „Barrierefreiheit im Straßenraum“, den das Verkehrsministerium und der Landesbetrieb Straßenbau gemeinsam herausgeben
  • Fuß- und Wanderroutenplaner, den das Verkehrsministerium für NRW bereit stellt
  • Einrichtung eines eigenes Referates für Nahmobilität im Verkehrsministerium
  • Das Ziel des Landes NRW, als nahmobilitätsfreundlicher Arbeitgeber Vorbild für die Wirtschaft zu sein, zum Beispiel durch Bereitstellung von Abstellanlagen, Dienstfahrrädern und Umkleideräumen

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