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Für modernere Bahnhöfe und ein besseres Schienennetz

05.03.2019

In Nordrhein-Westfalen wurden bereits 1.200 Kilometer Schiene modernisiert, 1,35 Milliarden Euro fließen 2019 in die Infrastruktur.

Die Deutsche Bahn setzt auch in diesem Jahr auf die Modernisierung ihrer Infrastruktur. „Rund 1.200 Kilometer Schiene haben wir in NRW seit 2015 bereits modernisiert. Um pünktlicher und zuverlässiger unterwegs zu sein, müssen wir jedoch weiter in das Eisenbahnnetz investieren. Dafür stehen 2019 rund 630 Millionen Euro allein aus der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zur Verfügung“, erläutert Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Nordrhein-Westfalen. Weitere etwa 200 Millionen Euro, darunter Gelder von Bund, Ländern und Kommunen, kommen den Bahnhöfen im Land zugute.

Für ein Plus an Kapazität setzt die Deutsche Bahn zudem wichtige Neu- und Ausbaumaßnahmen wie den Infrastrukturausbau für den RRX, den Ausbau der S 13 im Knoten Köln oder Maßnahmen auf der Strecke zwischen Aachen und Köln um. Für Planung und Bau der umfangreichen Ausbauprojekte nimmt sie in NRW 2019 über 240 Millionen Euro in die Hand . Daneben setzt sie mehr als 260 Millionen Euro für die Instandhaltung in das bestehende Netz ein. Dazu kommen noch rund 27 Millionen Euro Instandhaltungsaufwendungen für die Bahnhöfe. Insgesamt fließen so 1,35 Milliarden Euro in die Eisenbahn in NRW.

Bundesweit stehen 2019 rund 10,7 Milliarden Euro (inklusive Instandhaltung) für das deutsche Eisenbahnnetz zur Verfügung. Mit den Investitionen sorgt die Deutsche Bahn dafür, dass die Schiene als attraktiver Verkehrsträger im Wettbewerb bestehen und weiterhin Fahrgäste gewinnen kann. „Wir wissen, dass Baustellen unseren Kunden Geduld und Verständnis abverlangen. Dafür möchten wir an dieser Stelle ‚Danke‘ sagen“, so Christian Golenia, Leiter Vertrieb und Fahrplan bei der DB Netz AG in Nordrhein-Westfalen. „Wir setzen alles daran, frühzeitig und über verschiedene Kanäle zu informieren und möglichst kundenfreundlich zu bauen.“

Durch ein verbessertes Management der Baustellen haben die Störungen durchs Bauen gegenüber 2017 um mehr als ein Viertel abgenommen – bei insgesamt steigendem Volumen. Mit dem „Lagezentrum Bau“ kümmern sich gemeinsam rund 100 Mitarbeiter darum, Bauauswirkungen genauer zu prognostizieren und Maßnahmen für weniger Verspätungen zu entwickeln. Damit künftig noch besser geplant werden kann, stellt die Deutsche Bahn 2019 in Nordrhein-Westfalen unter anderem für Bauprojektmanagement und -überwachung sowie Instandhaltung knapp 400 neue Mitarbeiter ein.

Insgesamt liegt das größte Infrastruktur-Modernisierungsprogramm der Bahngeschichte gut im Plan. Fast jeder zweite Kilometer des rund 33.400 Kilometer langen Streckennetzes wurde seit 2010 angepackt. Die Zahl der Infrastrukturmängel ist um knapp die Hälfte zurückgegangen. Über drei Viertel der 5.400 Stationen sind stufenfrei erreichbar.

Außerdem optimiert die Deutsche Bahn den Verkehrsfluss auf besonders stark ausgelasteten Strecken. Kommt es in diesen Bereichen zu Stau auf der Schiene, wirkt sich das negativ auf das gesamte Eisenbahnsystem aus. Interdisziplinäre Expertenteams steuern und managen Zugfahrten des Nah- und Fernverkehrs daher künftig noch intensiver und in direkter Abstimmung mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen in den PlanKorridoren. Daneben werden in den Korridoren auch Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt, wie präventive Instandsetzungsarbeiten an Stellwerken oder Weichen. Seit Oktober 2018 ist zwischen Köln und Dortmund bereits der PlanKorridor West aktiv. Im laufenden Jahr folgen Mitte (Fulda-Mannheim), Nord (Hamburg und Hamburger Zulauf) sowie Süd (Würzburg-Nürnberg).

Wichtige Maßnahmen in NRW 2019
In NRW werden 2019 wichtige Bauvorhaben umgesetzt: Im März startet die 2. Bauphase zur Erneuerung von drei Brücken in Bielefeld. In den Osterferien beginnen Weichenarbeiten zwischen Köln Hbf und Köln Messe/Deutz. Auf der Strecke zwischen Essen und Duisburg wird in den Sommerferien ein großes Maßnahmenbündel gleichzeitig umgesetzt: Es stehen umfangreiche Baumaßnahmen für die zweite Ausbaustufe des Elektronischen Stellwerks Duisburg an, Gleis- und Weichenarbeiten, Arbeiten für den RRX in Mülheim (Ruhr) und Arbeiten an Straßen- und Eisenbahnbrücken. Zeitgleich werden die Gleise der Fernbahn zwischen Duisburg und Düsseldorf Flughafen erneuert. Insgesamt baut die Deutsche Bahn 233 Kilometer neue Gleise, 351 neue Weichen und modernisiert 68 Brücken in 2019.

Bei den Großbaustellen setzt die Deutsche Bahn auch 2019 auf umfangreiche Reisendeninformation und zusätzlichen Service an den Bahnhöfen. 2018 haben DB und Aufgabenträger rund eine Million Euro zusätzliche Mittel in die Hand genommen. Mit ca.  43.000 zusätzlichen Einsatzstunden haben Servicekräfte Reisende an den Bahnhöfen und Umsteigepunkten unterstützt. Auch in die Information und Ausschilderung an den Bahnhöfen haben DB und Aufgabenträger großflächig investiert.

Modernisierung der Bahnhöfe
Für den RRX und seine Außenäste gehen auch die Ausbaumaßnahmen an den Bahnhöfen weiter. Bereits 2018 hat die Deutsche Bahn mit der Modernisierung an 30 Stationen begonnen. 2019 starten die Bauarbeiten an 17 Bahnhöfen, um die Bahnsteige für den längeren Zug des Rhein-Ruhr-Expresses zu verlängern und die Verkehrsstationen barrierefrei auszubauen. Allein auf der Strecke zwischen Hamm und Minden werden acht Bahnhöfe modernisiert bzw. ausgebaut. Insgesamt starten an 37 Bahnhöfen in NRW Bau- und Modernisierungsarbeiten. Der Bau der Verkehrsstation Dortmund verläuft planmäßig. Der Neubau von Bahnsteig 8 (Gleis 24 – 26) wird im Sommer abgeschlossen. Die Verbreiterung der Personenunterführung wird fortgesetzt. Ab Sommer 2019 wird Bahnsteig 7 (Gleise 21 und 23) abgerissen und neu gebaut.

Aktuelle Angaben zu Baustellen, deren Auswirkungen auf den Fahrplan und alternative Fahrmöglichkeiten sind hinterlegt in den Apps „DB Bauarbeiten“, „DB Navigator“, den „Streckenagenten“-Apps des Nahverkehrs sowie unter www.deutschebahn.com/bauprojekte, www.deutschebahn.com/bauinfos und https://inside.bahn.de/ .

Quelle: NVR Nahverkehr Rheinland

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