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Elektrifizierung der Strecke zwischen Aachen und Maastricht fertiggestellt

18.12.2018

Die Elektrifizierung des letzten Teilstücks der grenzüberschreitenden Schienenverbindung zwischen Aachen und Maastricht ist erfolgreich abgeschlossen. Sobald die neuen Fahrzeuge von Arriva die Deutschland-Zulassung haben, verkehrt der RE18 stündlich zwischen den beiden Städten.

Die für den Fahrplanwechsel am 9. Dezember geplante Betriebsaufnahme der neuen Bahnverbindung mit neuen Fahrzeugen musste jleider verschoben werden. Grund dafür ist, dass für die neuen Fahrzeuge noch die Deutschland-Zulassung fehlt. So wird vorerst noch ein Schienenersatzverkehr mit Bussen die beiden Städte verbinden.

Der RegionalExpress RE 18 wird künftig im Stundentakt zwischen Aachen und Maastricht verkehren. Dafür war die Elektrifizierung der Strecke zwischen Herzogenrath und Heerlen nötig. Der Startschuss zu diesem Projekt fiel am 17. April 2018. Aufgrund der guten partnerschaftlichen und grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen der Provinz Limburg, dem NVR und den Infrastrukturunternehmen DB Netz und ProRail kann die nun elektrifizierte Strecke bereits nach einer vergleichsweise kurzen, nur achtmonatigen Bauzeit bald in Betrieb genommen werden. Auf niederländischer Seite erfolgt bis Ende 2020 der zweigleisige Ausbau zwischen Landgraaf und Heerlen. Auf deutscher Seite sind noch punktuelle Anpassungen an der Signaltechnik der Strecke zwischen Herzogenrath und Aachen Hbf notwendig.

Kosten des Gesamtprojektes betragen 71,1 Millionen Euro

Die Gesamtkosten der Arbeiten auf deutscher Seite belaufen sich auf etwa 11,1 Millionen Euro. Davon hat die Europäische Union aus dem CEF-(Connecting Europe Facilities) Programm 4,4 Millionen Euro zugesteuert. Insgesamt hat die EU für das Projekt 28 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Gesamtkosten der Arbeiten auf niederländischer Seite belaufen sich auf 60 Millionen Euro. Somit hat das Gesamtprojekt ein Volumen von insgesamt 71,1 Millionen Euro.

„Mithilfe der Zuschüsse der EU sowie des Landes NRW wird ein wichtiges Zeichen für eine schnellere und komfortablere Zugverbindung zwischen Deutschland und dem Süden der Niederlande realisiert. Unser Ziel ist es, Engpässe im europäischen Schienenverkehr durch grenzüberschreitende Fern- und Nahverkehrsverbindungen zu beheben. Der neue RE 18 leistet einen wichtigen Beitrag dazu, NRW als Bahnland weiter zu stärken“, so NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek bei dem Festakt im DB-Werk Aachen am 7. Dezember.

Umsteigen ist nicht mehr nötig

Der RE 18 ist das Ergebnis einer gemeinsamen Ausschreibung des Nahverkehr Rheinland (NVR) und der niederländischen Provinz Limburg. Gewonnen hat die Ausschreibung das Eisenbahnverkehrsunternehmen Arriva. Sobald die neuen Fahrzeuge zugelassen sind, werden sich die Reisenden der Grenzregion durch die neue Direktverbindung das bislang nötige häufige Umsteigen ersparen können.

„Mit der umsteigefreien Verbindung zwischen Maastricht und Aachen bauen wir aktuell bestehende Zugangshemmnisse im grenzüberschreitenden Schienenverkehr ab. Wir freuen uns sehr, dass die Fahrgäste in unserer Grenzregion durch die Elektrifizierung und den zweigleisigen Ausbau künftig bequemer reisen können und hoffen, dass der Zug schnell eine Zulassung bekommt“, so Hubert Mackus, Deputierter der Provinz Limburg.

Mit der Inbetriebnahme des RE 18 nach der erfolgten Zulassung endet der übergangsweise Pendelverkehr zwischen Herzogenrath und Heerlen mit dieselbetriebenen euregiobahn­Triebwagen des Typs Talent. Der RE 18 wird mit modernen, elektrisch angetriebenen FLIRT­Triebwagen verkehren, die den Reisenden zudem ein deutliches Mehr an Komfort bieten. Dazu gehören z.B. eine durchgängige Barrierefreiheit in den Zügen sowie ihre Ausstattung mit WLAN. „Mit der Inbetriebnahme bricht in Sachen Komfort für die Fahrgäste eine neue Ära an. Sie kommen nun umsteigefrei von Maastricht nach Aachen – und das in gerade einmal 55 Minuten auch noch besonders umweltschonend. Wir können es nicht erwarten, diese Verbindung mit den neuen Zügen tatsächlich zu fahren“, so Anne Hettinga, Vorstand Arriva Nederland.

Außergewöhnliches Projekt war besondere HerausforderungZudem sind die von Arriva neu bestellten Züge sowohl für Gleich­ als auch Wechselstrom geeignet. Daher können sie auf den drei unterschiedlichen Stromsystemen in Deutschland, den Niederlanden und in Belgien fahren. Dies ist eine Voraussetzung für die geplante Verlängerung der Direktverbindung über Maastricht hinaus bis nach Lüttich.

Wendy de Wild, RegioDirektor Pro Rail: „Die nötigen Abstimmungsprozesse, die technischen Unterschiede sowie die verschiedenen Gesetzgebungen in Deutschland und den Niederlanden haben die Elektrifizierung zwischen Landgraaf und Herzogenrath zu einer besonderen Herausforderung gemacht. Wir sind glücklich und stolz, dass dieses außergewöhnliche Projekt jetzt aufgegleist werden kann.“

Dr. Jörg Bormet, Leiter der Produktionsdurchführung Köln von DB Netz, pflichtet dem bei: „Wir freuen uns, dass es unserem Team gelungen ist, in nur 8 Monaten eine neue Weichenverbindung und neue Oberleitungsanlagen zu bauen. So hat die Deutsche Bahn die Voraussetzungen für die neue grenzüberschreitende Verbindung geschaffen.“

Reisenden auf dem Streckenabschnitt zwischen Aachen und Herzogenrath steht mit der Inbetriebnahme des RE 18 eine weitere Verbindung zur Verfügung. Der RE 18 ergänzt die bereits vorhandenen drei Linien RE 4, RB 20 und RB 33 und verdichtet den Takt.

Quelle: AVV

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