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Wirtschaft & Wissenschaft

Schienenprojekte werden vordringlich

13.11.2018

Projekte wie der Bahnknoten Köln oder die Ausbaustrecke Köln-Aachen erhalten eine konkrete Umsetzungsperspektive und können nun geplant werden.

Das Bundesverkehrsministerium hat zahlreiche zusätzliche Schienenprojekte vorgestellt, die in den kommenden Jahren vordringlich geplant und umgesetzt werden sollen. Dabei handelt es sich um Projekte, die im Bundesverkehrswegeplan 2030 bislang in die Kategorie „Potenzieller Bedarf“ eingestuft waren und nun in die Kategorie „Vordringlicher Bedarf“ (höchste Dringlichkeitsstufe) aufgenommen wurden. Diese Projekte erhalten damit eine ganz konkrete Umsetzungsperspektive und können nun geplant werden. Mit dabei ist auch der Ausbau des Bahnknotens Köln. Für den Ausbau des für die Zukunftsfähigkeit des Schienenverkehrs des Rheinlandes lebenswichtigen Eisenbahnknotens hat das Bundesverkehrsministerium rund 3,7 Milliarden Euro veranschlagt. Dabei geht es nicht um eine Großmaßnahme, sondern um ein Maßnahmenbündel, von dessen Umsetzung die komplette Region profitieren wird. Unter anderem ist der Ausbau der sogenannten „Westspange“ zwischen Köln Hansaring und Hürth-Kalscheuren enthalten. Nur durch diese Gleiserweiterung können die notwendigen Kapazitätssteigerungen für den Nah-, Fern- und Güterverkehr erreicht werden.

Grundlage für Erweiterung und Modernisierung des Kölner Eisenbahnnetzes
NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober: „Wir sind begeistert, dass der Bund die Maßnahmen zum Ausbau des Bahnknoten Köln im Rahmen der Knotenbewertung anerkannt und in die höchste Kategorie für bundesweite Ausbaumaßnahmen aufgenommen hat. Damit sind die jahrelangen Bemühungen von NVR, DB Netz und Land NRW belohnt worden. Ich freue mich auch für unsere Fahrgäste, denn damit sind die Grundlagen für eine zukunftsfähige Erweiterung und Modernisierung des Kölner Eisenbahnnetzes gelegt.“

Ebenfalls in die Kategorie „vordringlicher Bedarf“ wurde die Ausbaustrecke Köln – Aachen eingestuft. 206 Millionen Euro sind für diese Infrastrukturmaßnahme vorgesehen, die im Rahmen des „Deutschlandtaktes“ gefördert wird. Dabei handelt es sich um ein kürzlich vom Bundesverkehrsministerium vorgestellten optimierten Fahrplan, mit dem die Fahrgäste öfter und schneller überall an ihr Ziel kommen sollen. Für dessen Umsetzung benötigt die Region zwischen Köln und Aachen ein hochleistungsfähiges Schienennetz für den Personen- und Güterverkehr.

„Die Aufnahme in die höchste Kategorie des Bundesverkehrswegeplans ist eine sehr gute Nachricht für Aachen und das gesamte Rheinland. Die Maßnahmen sind in den vergangenen Monaten gutachterlich unter die Lupe genommen und auf ihre Wirtschaftlichkeit untersucht worden – wir freuen uns über das sehr positive Ergebnis. Als nächsten Schritt werden wir nun mit Land und Bund in die Detailplanung der Maßnahmen gehen“, so NVR-Geschäftsführer Heiko Sedlaczek.

Umfassende Informationen zu diesen und anderen Projekten finden sich auf der Website des Bundesverkehrsministeriums.

Quelle: NVR Nahverkehr Rheinland

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