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Initiativen & Technik

Eurobahn informierte über Hellweg-Netz

16.10.2018

Vor dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember informierte KEOLIS Deutschland über Fahrzeuge, Personal und die weitere Streckenbetreibung des Hellweg-Netzes.

KEOLIS-Chief Executive Officer Magali Euverte präsentierte am 4. Oktober den Status zur Betriebsaufnahme des Hellweg-Netzes, welches das Unternehmen KEOLIS seit 2008 betreibt. Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018 soll es dort ein verbessertes Angebot geben. So werde unter anderem die Flottenstärke auf 28 Fahrzeuge erhöht. Hierfür werden fünf Neufahrzeuge vom Typ Flirt 3 den Fuhrpark von KEOLIS Deutschland vergrößern. Damit erhöht sich das Platzangebot für auf der Linie RB 50 von rund 430 auf 540 Plätze. Zudem soll in den Abendstunden mehr Bordpersonal eingesetzt werden. Für Schüler und Studenten wird der Schülerzug von Hamm nach Münster wieder eingeführt. Dieser fährt werktags um 06:39 Uhr vom Startbahnhof Hamm (Westfalen). Zusätzlich wird künftig samstags die Linie RB 59 im 30-Minuten Takt im Einsatz sein.

Aktuelle Betriebslage
In den vergangenen Wochen konnte der Service im Hellweg-Netz nicht vollumfänglich angeboten werden. Zu den Herausforderungen zählt beispielsweise nach wie vor die eingeschränkte Ent- und Versorgungsmöglichkeit der WC-Anlagen.

Kapazitätsabweichungen im Hellweg- und Maas-Rhein-Lippe-Netz
Die seit dem 07. August aufgetretenen Kapazitätsabweichungen dagegen konnte KEOLIS nach eigenen Angaben reduzieren. Hintergrund der Abweichungen waren Vorsorgemaßnahmen. Beim Abstellen eines der Triebfahrzeuge wurde ein Schaden am Laufwerk festgestellt.

Kapazitätsabweichungen im Ostwestfalen-Lippe-Netz und Teutoburger Wald-Netz
Seit dem 13. Juni 2018 steht im Ostwestfalen-Lippe-Netz als Folge von unverschuldeten Unfällen am Bahnübergang ein Fahrzeug nicht zur Verfügung. Im Teutoburger Wald-Netz gab es in den vergangenen Wochen leider zwei weitere Unfälle. Auch hier befinden sich aktuell beide Fahrzeuge zur Prüfung und Reparatur in der Werkstatt. Die voraussichtliche Reparatur wird hier mehrere Wochen dauern; eines der Fahrzeuge wird aufgrund der starken Beschädigung erst Anfang 2019 wieder zur Verfügung stehen.

Infrastruktur auf der Linie RB 50
Auf der Linie RB 50 steht die Eurobahn aufgrund von massiven Infrastrukturmängeln vor enormen Herausforderungen, welche es nicht ermöglichen, einen zuverlässigen Betrieb anzubieten. Durch die zum Teil hohen Verspätungen von mehr als 30 Minuten sind zudem Teilausfälle unvermeidbar. Im Zeitraum von Mitte Juli bis Mitte September erschwerte erstmals eine Baustelle mit Geschwindigkeitsreduzierung den stabilen Betrieb auf der Strecke der Linie RB 50. Aufgrund weiterer baulicher Mängel an der Infrastruktur im Bereich Werne/Lünen sind aktuell auf drei Streckenabschnitten, von insgesamt über 8 Kilometer, die Züge gezwungen, das Tempo um über die Hälfte zu reduzieren. Somit ist die Fahrgeschwindigkeit von planmäßig bis zu 160 km/h aktuell und bis auf weiteres auf 70 km/h zu reduzieren; die Festlegung dieser Beschränkung erfolgt über DB Netz AG. Generell besteht ohnehin aufgrund der dortigen eingleisigen Strecken eine hohe betriebliche Störanfälligkeit. Aufgrund dessen kommt es zu sogenannten Zugfolgekonflikten, mit dem parallel verkehrenden und bevorrechtigten Fernverkehr, die die Unpünktlichkeit auf der Linie RB 50 zusätzlich generieren.

Quelle: KEOLIS Deutschland

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