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Initiativen & Technik

Mehr Leistungen auf der Haard-Achse

18.09.2018

Zum Ende des nächsten Jahres, ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 profitieren Fahrgäste auf der Haard-Achse von zusätzlichen Verkehrsleistungen.Dies haben die beteiligten Aufgabenträger Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) nun mit dem Betreiber DB Regio AG (DB) vereinbart. Die Maßnahmen sind Bestandteil der Planungen zum Rhein-Ruhr-Express (RRX) im neu aufgestellten Bundesverkehrswegeplan (BVWP).

VRR und NWL erweitern im Bereich des RE-Verkehrs ihre Leistungen, indem die heutige Linie RE 2 nördlich von Recklinghausen beschleunigt wird. Möglich wird dies durch den Wegfall von sechs Halten zwischen Recklinghausen und Münster. Um an diesen Stationen weiterhin den Status quo von zwei Fahrten pro Stunde zu halten, wird parallel der RE 42 um zusätzliche Leistungen verstärkt: Die Linie verkehrt zwischen Essen und Münster dann zweimal in der Stunde, annähernd im 30-Minuten-Takt. Auf der Relation Essen – Münster werden somit täglich drei Fahrten in der Stunde angeboten.

Außerdem ergibt sich damit fahrplantechnisch die Möglichkeit, die Linie RE 2 bis Osnabrück zu verlängern. Die Verlängerung des RE 2 bis nach Osnabrück steht noch unter dem Vorbehalt des Vertragsschlusses zwischen der LNVG und der DB, der aus vergaberechtlichen Gründen erst in einem Jahr erfolgen darf.

„Mit den anstehenden Verbesserungen stärken wir die Relation Ruhrgebiet – südliches Münsterland – Osnabrück einerseits durch eine Direktverbindung und verkürzen andererseits deutlich die Reisezeit. Die Fahrzeit des RE 2 zwischen Düsseldorf und Münster reduziert sich beispielsweise um rund 12 Minuten“, erklärt Martin Husmann, Vorstandssprecher des VRR. „Dass die Mehrleistung überhaupt realisiert werden kann, verdanken wir dem Land NRW, das für die Finanzierung eine erhöhte Pauschale nach § 1 Abs. 2 Ziffer 1 der ÖPNV-Pauschalen-Verordnung für Verkehre im besonderen Landesinteresse zugesichert hat“, erklärt Husmann weiter.

Die Umsetzung des Betriebskonzepts bedarf keines Infrastrukturausbaus. Allerdings werden für die Leistungsausweitungen zusätzliche Fahrzeuge benötigt. Die DB wird auf den Linien RE 2 und RE 42 zusätzliche Doppelstock-Wagen einsetzen, die nach einem Umbau den heute dort verkehrenden Fahrzeugen entsprechen.

Quelle: VRR

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