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NRW-Schülerwettbewerb: Seilbahn als urbanes Mobilitätskonzept

11.09.2018

Zum 14. Mal läutet die EnergieAgentur.NRW im Schuljahr 2018/2019 den Schülerwettbewerb FUELCELLBOX ein. Über das komplette Schuljahr hinweg forschen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler (Jahrgangsstufe neun bis elf) theoretisch und praktisch mit dem Energieträger Wasserstoff und der Effizienztechnik Brennstoffzelle.

Die Aufgabe

Im fiktiven Arlsen fallen, aufgrund des benachbarten Windparks, große Mengen an Überschussstrom an. Gleichzeitig kämpft man, wie in allen Großstädten in NRW, mit den allgegenwärtigen Verkehrsproblemen wie Dauerstau, NOx-Emissionen und Feinstaub. Um das Verkehrsaufkommen und die Emissionen zu mindern, wird kontinuierlich an neuen Verkehrskonzepten gearbeitet. Die Elektrifizierung des Straßenverkehrs reduziert zwar schädliche Abgase, das Verkehrsaufkommen wird dadurch jedoch nicht minimiert. Ein junges Team von Stadtentwicklern hat nun ein neues multimodales Konzept vorgelegt, das den Einsatz einer urbanen Seilbahn mit einem wasserstoffbasierten Brennstoffzellenantrieb kombinieren und in das bestehende Verkehrskonzept integrieren soll.

Durch die Verlagerung des Verkehrs, vom Boden in die Luft, kann sich die Verkehrssituation entspannen, denn städtische Seilbahnen schweben einfach über alle Hindernisse hinweg – sei es über stockenden Verkehr, Berge, Flüsse oder die bestehende Infrastruktur. Sie lassen sich sehr gut mit anderen Transportmitteln kombinieren und bestechen sowohl durch ihre positive Umweltbilanz als auch die geringen Investitionskosten, aber vor allem durch die kontinuierlich hohen Betriebszeiten.

Brennstoffzellentechnologie für urbanes Seilbahn-Konzept

Viele internationale Metropolen nutzen schon heute Seilbahnen für den urbanen Verkehr. In La Paz, Bolivien, befindet sich, mit insgesamt 30 Kilometern, das größte zusammenhängende Seilbahnnetz der Welt. Aber auch in Köln, Berlin und Koblenz werden bereits urbane Seilbahnen für kurze Distanzen eingesetzt. Um den Schritt vom hohen innerstädtischen Individualverkehr hin zum öffentlichen Personennahverkehr einfacher zu vollführen, soll nun auch in Arlsen eine Seilbahn Staubereiche entlasten und die wichtigsten Standorte emissionsfrei verbinden. Da sich die Stadtentwickler auf dem Gebiet der Brennstoffzellentechnologie allerdings nicht sehr gut auskennen, suchen sie nun nach Experten, die die erste Testphase umsetzen.

Anmeldeschluss ist Montag, der 17. September 2018

Um diese Aufgabe zu lösen, können sich Schülerteams aller weiterführenden Schulen aus NRW, mit bis zu drei Mitgliedern, seit Anfang September für den Wettbewerb anmelden. Bevor es in der zweiten Phase zur praktischen Entwicklung des Systems geht, müssen die Jugendlichen die Aufgaben der ersten Phase bis zum 17. Dezember zunächst schriftlich lösen. Dafür stellen die Veranstalter themenbezogene Unterrichtsmaterialien zur Verfügung. Auf Grundlage der eingesandten Lösungen werden bis März 2019 dann zwanzig Teams ausgewählt, die ihre Ideen bis Mitte Mai 2019 mit der FUELCELLBOX in die Tat umsetzen können. Dafür ist die FUELCELLBOX u. a. mit einem Elektrolyseur, Wasserstoffspeichern, einer Brennstoffzelle sowie diversen Kabeln und Anschlussmaterialien ausgestattet. Die Endprämierung der fünf besten Teams wird im Juli 2019 gefeiert.

Doch nicht nur die Schülerteams haben dann etwas zu feiern: Mit erfolgreicher Einsendung der Lösungen geht die FUELCELLBOX in den Besitz der zwanzig Schulen über, sodass nicht nur die Teilnehmer nach dem Wettbewerb weiter forschen können, sondern auch ihre Schulkameraden/innen vom Wettbewerb profitieren.

Teilnehmen können die Jahrgangsstufen 9 bis 11 aller weiterführenden Schulen aus NRW

Seit dem Jahr 2004 nehmen jährlich Schulen aus ganz NRW mit großer Begeisterung am FUELCELLBOX-Schülerwettbewerb teil. Insgesamt haben rund 5.370 Schülerinnen und Schüler durch ihr Engagement und die Lösung der Aufgaben einen aktiven Beitrag zur Energiewende geleistet. Auch Dr. Thomas Kattenstein, Leiter des Netzwerks Brennstoffzelle und Wasserstoff, Elektromobilität der EnergieAgentur.NRW, sagt: „Der FUELCELLBOX-Wettbewerb ist eine spannende Chance für die kommende Generation, sich mit erneuerbaren Energien zu beschäftigen und selbstständig innovative Lösungen zu kreieren.“

Quelle: EnergieAgentur.NRW

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