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Initiativen & Technik

Rheinbahn-Aufsichtsrat gibt grünes Licht für Abgasnachrüstung und Ersatz älterer Busse

31.07.2018

Begleitet von Bundesminister für Verkehr, Andreas Scheuer, und NRW-Umweltministerin, Ursula Heinen-Esser, konnten der Düsseldorfer Oberbürgermeister, Thomas Geisel, in seiner Rolle als Aufsichtsratschef der Rheinbahn AG sowie deren Vorstand und Arbeitsdirektor, Klaus Klar, am 20. Juli „gesunde Kunde“ für die Stadt und die Region melden.

Das Aufsichtsgremium des Verkehrsunternehmens hat am 10. Juli den Vorstand einstimmig beauftragt, den Austausch 89 älterer Busse gegen neue sowie das Nachrüsten von 155 älteren Euro 5-Fahrzeugen mit Abgasnachbehandlungssystemen vorzubereiten und zur Entscheidung vorzulegen. Dabei werden die 155 Nachrüstanlagen vom Verkehrsministerium mit 40 Prozent gefördert. Diese Maßnahme findet auch die Zustimmung der Umweltministerin; beide Häuser sind sich mit den Düsseldorfer Partnern einig, dass damit ein weiterer Schritt hin zu besseren Luftverhältnissen in der Rheinmetropole getan wird sowie ein bedeutsamer Schritt fort von den Fahrverboten.

Verkehrsminister Scheuer brachte den Düsseldorfern quasi seine Förderung von Abgasnachbehandlungssystemen mit, die die Rheinbahn nun forciert in Angriff nimmt, sprich ausschreibt. Oberbürgermeister Geisel stellte das zusätzliche, ambitionierte Neubeschaffungsprogramm der Rheinbahn vor, das zu-sammen mit der Nachrüstung und der vorher bereits betriebenen Busbeschaffungen von Euro 6-Fahrzeugen sich zu 86 Tonnen Stickoxidreduzierung addiert; dazu gehören aktuell:

  • der Austausch von 89 älteren Euro 5-Fahrzeugen,
  • die Beschaffung von 11 Solo- (12 Meter) und 2 Gelenkbussen (18 Meter),
  • der Neuerwerb von 20 Gelenkbussen für die zweite Stufe des Metrobuskonzepts, von der die erste Stufe schon zum Fahrplanwechsel am 29. August an den Start geht sowie
  • die optionale Beschaffung von jeweils 10 Solo- und Gelenkfahrzeugen für mögliche künftige Leistungserweiterungen.

Andreas Scheuer begrüßte, dass Düsseldorf hier voranschreite; er hoffe obendrein, dass dadurch im gesamten Bundesgebiet der Startschuss für die Aktion pro Luftverbesserung und contra Fahrverbote vernommen und die Förderchancen entsprechend genutzt würden.

Thomas Geisel dankte den Berliner Gästen und der Umweltministerin für deren Unterstützung der städtischen Bemühungen um eine Situationsverbesserung bei den Luftbelastungen mit NOx und um die Vermeidung von – überdies kaum überwachbaren – Fahrverboten.

Klaus Klar addierte (unter Berücksichtigung der zahlreichen offenen Ausschreibungsverfahren überschlägig) die Summe der Gesamtinvestitionen für Nachrüstung und Beschaffung auf 42,6 Mio. Euro. Anschließend demonstrierten seine Techniker zusammen mit der Sauerländer Firma HJS, die Abgasnachrüstsysteme herstellt, den probeweise erfolgten Einbau an einem älteren Rheinbahnbus.

Dem aktuellen Beschluss im Aufsichtsrat waren in den vergangenen Jahren vorgezogene Busbeschaffungen im Euro 6-Bereich vorangegangen, so dass sich mit diesen Fahrzeugen der Gesamtbetrag der Belastungen durch Stickoxide von 100 auf 14 Tonnen reduziert – eine Abnahme um 86 Prozent und vom heute circa 14-prozentigen Anteil an den Belastungen in den stark belasteten Stadtstraßen auf 1 bis 2 Prozent.

Quelle: Rheinbahn

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