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Initiativen & Technik

Oberbergische Bahn: Machbarkeitsstudie

12.06.2018

Die Machbarkeitsstudie zum Ausbau der Oberbergischen Bahn (RB 25) ist in Auftrag gegeben. Konkret geht es um den Streckenabschnitt zwischen Bahnhof Gummersbauch und Köln Messe/Deutz.

Im September 2017 besiegelten der Oberbergische, der Rheinisch-Bergische und der Rhein-Sieg-Kreis, die Kommunen Köln, Gummersbach, Overath, Rösrath, Engelskirchen, Lohmar und Marienheide, die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Köln, die Deutsche Bahn (DB) sowie der Nahverkehr Rheinland (NVR) ihre Partnerschaft für einen leistungsstarken Schienenpersonennahverkehr (SPNV) auf der Strecke der RB 25. Jetzt steht der nächste Schritt zu Elektrifizierung und Optimierung der Oberbergischen Bahn kurz bevor: Die Bündnispartner sowie der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) geben eine Machbarkeitsstudie in Auftrag. Diese bezieht sich auf den Abschnitt zwischen Bahnhof Gummersbach und Köln Messe/Deutz. „Uns interessiert im Rahmen der Studie insbesondere die Erarbeitung von Möglichkeiten zum Streckenausbau für einen S-Bahn-Verkehr“, erklärt NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober.

Teilprojekt im Ausbau des Bahnknotens Köln
Der Ausbau der RB 25 ist ein Teilprojekt von insgesamt 15 notwendigen Maßnahmen für den Ausbau des Bahnknotens Köln. Immer wieder kommt es auf dieser wichtigen SPNV-Verbindung zu erheblichen Beeinträchtigungen. Die Unregelmäßigkeiten sind größtenteils auf unzureichende Infrastruktur zurückzuführen, da die Strecke über eine Länge von 65 Kilometern eingleisig angelegt ist und nur über wenige Zugkreuzungsmöglichkeiten verfügt. Dabei ist die Oberbergische Bahn wichtig für den starken Pendlerverkehr. „Wir hatten zuletzt Fahrgaststeigerungen von 7,6 Prozent. Da müssen wir beim Ausbau jetzt richtig Gas geben. Wegen des akuten Mangels an Infrastruktur ist das nur mit dem Ausbau von Streckenabschnitten und Taktverdichtungen möglich“, erläutert Dr. Reinkober. Zumal die RB 25 für etliche Städte und Gemeinden die einzige Eisenbahnverbindung nach Köln darstellt. Ein wichtiger Baustein des Ausbaus ist die Elektrifizierung der Strecke, so dass auf ihr leistungsstarke S-Bahn-Züge fahren können. Die Oberbergische Bahn bekommt dann auch einen neuen Namen: S 15. Diese soll nicht mehr am Kölner Hansaring enden, sondern über Hürth und Euskirchen bis nach Kall in der Eifel fahren. Und das zwischen Euskirchen und Overath sogar im 20-Minuten-Takt.

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie, die der NVR stellvertretend für das Bündnis Oberbergische Bahn in Auftrag gibt, sollen im Frühjahr 2019 vorliegen. „Gemeinsam werden wir die RB 25 zu einer leistungsstarken und hochwertigen Verkehrsader ausbauen“, verspricht NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober.

Die Deutsche Bahn hat schon einiges unternommen, um Leistungsstärke und Qualität der RB 25 zu erhöhen. So wurde etwa der Bahnhof Meinerzhagen reaktiviert, mit dem Lückenschluss Meinerzhagen – Brügge die Strecke bis nach Lüdenscheid in Betrieb genommen. Alle zwei Stunden können Reisende jetzt zwischen Köln und dem Sauerland pendeln. Auch Nachtschwärmer können sich über ein verbessertes Angebot freuen: Parallel wurde der 30-Minuten-Takt ab Köln bis 21 Uhr verlängert, ein neues Spätverkehrsangebot am Wochenende (1.24 Uhr ab Köln) ins Oberbergische installiert. Dank der durchgeführten Maßnahmen fahren täglich fast 60 Züge auf der Strecke zwischen Köln und Gummersbach, bis nach Overath sogar mehr als 70. Als nächstes soll in Engelskirchen-Ehreshoven eine neue Kreuzungsstelle entstehen, der Bahnhof Gummersbach-Dieringhausen ab Juni zweigleisig und barrierefrei ausgebaut werden. Vorteile für die Pendler: ein stabilerer Takt, weniger Zugausfälle und Verspätungen.

Quelle: DB/Vareo

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