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Wirtschaft & Wissenschaft

Erster ÖPNV-Start-Up-Pitch

15.05.2018

Verkehrsminister Hendrik Wüst hat gemeinsam mit der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) im Rahmen des ersten Start-Up Pitches Unternehmen für ihre kreativen Ideen in der ÖPNV-Branche ausgezeichnet. Sechs im Vorfeld ausgewählte Unternehmen präsentierten ihre Ideen und Entwicklungen am Mittwochabend in Wuppertal vor zahlreichen geladenen Gästen – allesamt Geschäftsführer und Vorstände von ÖPNV-Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen.

Eine sechsköpfige Jury aus Vertretern von Politik und ÖPNV-Wirtschaft verlieh den ersten Preis an S O NAH. Das Unternehmen entwickelt eine „machine learning Sensor Plattform“ für die Stadt der Zukunft. Die Plattform hilft dabei, urbane Probleme zu lösen, sei es das allgegenwärtige Parkplatzproblem oder auch der Energieverbrauch von Straßenlaternen.
 
„Es freut mich zu sehen, mit welchem Ideenreichtum sich die Start-Ups hier präsentieren“, sagte Minister Wüst anlässlich der Preisverleihung. Der Start-Up Pitch in Wuppertal soll Schule machen. „Die Verkehrswirtschaft und die Start-Up-Unternehmen können eine Menge voneinander lernen“, betonte Wüst. „Insofern begrüße ich, dass der Ideenaustausch zwischen den Verkehrsgesellschaften und den Jung-Unternehmern regelmäßig stattfinden soll. Davon profitieren am Ende alle Seiten – und am allermeisten die Kunden.“
 
Das Ministerium für Verkehr und die VDV-Landesgruppe Nordrhein-Westfalen boten im Rahmen des Start-Up Pitches kreativen Köpfen die Möglichkeit, sich in der ÖPNV-Branche zu etablieren. Verkehrsunternehmen oder Verbundgesellschaften bietet sich die Chance, neue innovative Lösungen und marktgerechte neue Produkte und Anwendungen kennenzulernen und Umsetzungspotenziale zu bestimmen.
 
Die Jungunternehmer beeindruckten mit Live-Vorführungen ihr Publikum. Dabei reichte die Spannbreite der Innovationen von leuchtendem Beton als Kommunikationsmedium über moderne Systeme zur Flottenverwaltung bis hin zur geodatengestützten Routenoptimierung. Die ÖPNV-Manager konnten während des Start-Up Pitches den Ideengebern auf den Zahn fühlen und bewerteten im Anschluss die Präsentationen.
 
VDV-Landesvorsitzender Ulrich Jaeger: „Die Digitalisierung bietet dem ÖPNV die Chance, tradierte Strukturen und Angebote zu überdenken. Mit einer leistungsfähigen, digitalen Infrastruktur können wir noch kundenorientierter agieren.“

Liste der teilnehmenden Start-Ups

  1. Chargery GmbH
    Chargery bringt die Ladung nach einer Anfrage per App zum Elektromobil – mit mobilen Hochleistungs-Akkus. Damit spart der E-Flotten-Betreiber Zeit, denn blockierte Ladesäulen stellen kein Problem mehr dar. Die Elektrofahrzeuge werden ausschließlich mit nachhaltig produziertem Strom geladen. Die Lieferung erfolgt durch spezielle Chargery Fahrradkuriere, um auch hier nachhaltig und emissionsfrei zu sein.
  2. Targomo GmbH
    Die Route360 °-Technologie von Targomo analysiert große geographische Netze, plant Routen und visualisiert komplexe Geo-Anwendungen. Dabei kann die Technik in bestehende Plattformen integriert oder als neue Anwendung für individuelle Anforderungen erstellt werden. Von der Planung eines Einzelhandelsnetzwerks über die Bewertung von Immobilien bis zur öffentlichen Infrastrukturplanung, Route360 ° ist universal einsetzbar.
  3. S O NAH UG (haftungsbeschränkt)
    S O NAH entwickelt eine machine learning Sensor Plattform für die Stadt der Zukunft. Die Plattform  hilft dabei, urbane Probleme zu lösen, sei es das allgegenwärtige Parkplatzproblem oder auch der Energieverbrauch von Straßenlaternen.
  4. Fleetbird GmbH
    Fleetbird eröffnet Fuhrpark-Betreibern neue Geschäftsmodelle. Das Start-Up hat eine Softwarelösung entwickelt, um ein Auto oder Scooter-Sharing-Geschäft zu betreiben. Die Software vereint Flottenverfolgung und Kundenmanagement mit den mobilen Anwendungen für Sharing-Kunden. Die Fleetbird-Software hat offene Schnittstellen für unabhängige Entwickler und kann daher weltweit Verwendung finden.
  5. Radbonus UG (haftungsbeschränkt) 
    Mit der Radbonus App sammeln Radfahrer Kilometer und kassieren von den Partnern des Start-Ups Boni. Radfahren als wertvoller Beitrag für die Umwelt, für die Gesundheit und für die Lebensqualität in Kommunen erhält so die Wertschätzung, die es verdient. Jeder Kilometer zählt. Als Partner hat das Start-Up neben einer renommierten Krankenkasse unter anderem auch den DFB gewonnen.
  6. Siut GmbH 
    SIUT Lichtfaserbeton entwickelt Betonfertigteile, welche sich durch ihre leuchtende Eigenschaft grundlegend von herkömmlichen Produktlösungen unterscheiden. Angetrieben von der Leidenschaft für Lichtfaserbeton will das Unternehmen, Architekten und Bauherren neue Gestaltungsmöglichkeiten moderner Bauvorhaben bieten.

Quelle: Land NRW

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