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Initiativen & Technik

BOGESTRA: Variobahnen jetzt mit besser gefederten Radreifen unterwegs

30.01.2018

In der Vergangenheit beobachteten Anwohner von Straßenbahnstrecken immer wieder Erschütterungen im Rahmen des Bahnverkehrs, insbesondere in anliegenden Gebäuden in Fachwerkbauweise. Aufgrund ihrer sehr konkreten Beobachtungen nahmen die Anwohner Kontakt mit der BOGESTRA auf.

Zahlreiche Gespräche mit den Anliegern wurden daraufhin vor Ort geführt und in Fachgesprächen mit dem Fahrzeughersteller Stadler schließlich geklärt, dass in dem überwiegenden Teil dieser Fälle das Zusammenspiel von Fahrzeug, Fahrweg, Fahrgeschwindigkeiten und Gebäudestrukturen eine entscheidende Rolle spielt.
Zur Problemlösung wurde eine Weiterentwicklung des bisher verwendeten Rades vom Typ BO54 durch die BOGESTRA in Zusammenarbeit mit dem Fahrzeughersteller und dem Radhersteller Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH vorangetrieben und in mehreren „Pilot“-Fahrzeugen für eine Untersuchung die neuen, besser gefederte Räder vom Typ BO011 verbaut.

Das neue Rad konnte schließlich auf den entsprechenden Streckenabschnitten erfolgreich getestet werden. Auch mehrere Anwohner bestätigten durch aufmerksames Beobachten des Straßenbahnverkehrs den Erfolg des neuen Systems, in dem sie bei Vorbeifahrten der „Pilot“-Bahnen eine gravierende Reduzierung von Erschütterungen feststellten.

Auf Grund des Erfolges der Testphase werden seitdem alle neu angelieferten Variobahnen der dritten Serie ab Fahrzeug 13 (von 42 neuen Bahnen) bereits ab Werk mit dem besser gefederten Radreifen-System ausgestattet. Mittelfristig werden darüber hinaus die vorhandenen Variobahnen sukzessive umgerüstet. Ende 2017 verfügten bereits 14 Bahnen über das neue System, Ende 2019 werden es mehr als die Hälfte der Fahrzeuge sein und in 2020 dann 62 Bahnen vom Gesamtbestand (87).

Endgültig ist die Umrüstung in 2023 abgeschlossen. Für diese Qualitätsverbesserung investiert die BOGESTRA einen mittleren fünfstelligen Betrag in jedes nachgerüstete Fahrzeug.

Quelle: BOGESTRA

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