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Girls‘ Day in der Bahnbranche weit verbreitet

04.04.2017

Die Eisenbahn ist weiterhin eine Männerdomäne: Der Frauenanteil stagniert bei rund 20 Prozent. Viele Unternehmen der Bahnbranche wünschen sich mehr Frauen als Nachwuchs und machen beim Girls‘ Day kräftig mit.

Europaweit verbucht die Bahnbranche im höheren und mittleren Management signifikante Zuwächse bei weiblichen Führungskräften, meldet der Branchenverband CER. Dennoch stagniert der Frauenanteil der Eisenbahn quer durch alle Berufsfelder seit 2013 bei rund 20 Prozent. Für das Frauennetzwerk der Allianz pro Schiene ein guter Anlass nachzufragen, welche Anstrengungen die unter dem Dach des Verkehrsbündnisses organisierten Unternehmen zum Girls‘ Day am 27. April machen. „Auf unsere Anfrage haben wir in kürzester Zeit eine große Anzahl von Rückmeldungen bekommen“, sagte Frauennetzwerks-Koordinatorin Jolanta Skalska am Montag in Berlin. „Der Girls‘ Day ist bei der Eisenbahn inzwischen weit verbreitet. Ein Beweis, dass unsere Branche sich nicht mit den 20 Prozent zufrieden gibt, sondern energisch daran arbeitet, ihren Frauenanteil zu erhöhen und damit jünger und attraktiver zu werden“, sagte Skalska.

Riesenvielfalt beim Girls‘ Day

Die Deutsche Bahn verschafft Mädchen zum Girls‘ Day bereits seit 2003 Einblicke in verschiedene Bahnberufe. In diesem Jahr verfügt die DB über eine offizielle Girls’ Day Hompage mit bundesweit 330 Plätzen. 88 sind zur Zeit noch frei, teilte die Deutsche Bahn mit. Im Hagener Instandhaltungswerk des Nahverkehrsanbieters Abellio bereiten Schülerinnen einen der Züge für den Betrieb vor, während der Hamburger Hafen ein ganztägiges Rahmenprogramm zusammenstellt, bei dem Mädchen alle Ausbildungsberufe bis hin zum Hafenschiffer kennenlernen können. Auch die Spedition Konrad Zippel steuert mit ihrer Mädchengruppe den Hamburger Hafen an. Siemens bietet ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten, die über eine eigene Homepage gefunden werden können. Eine schöne Idee hat das auf Tunnelbohrmaschinen spezialisierte Unternehmen Herrenknecht: Hier fertigen die Mädels Rosen aus Metall. Beim Bauunternehmen Rinn Beton erschaffen die Teilnehmerinnen aus ihrer eigenen Betonmischung ein „Haustier“, das garantiert stubenrein ist.

Auch Jungs sind willkommen

Viele Unternehmen haben den Girls’ Day nach Schweizer Vorbild ausgeweitet und zum „Zukunftstag“ erklärt. Schließlich sollen sich auch männliche Interessenten nicht ausgeschlossen fühlen. Metronom in Uelzen, Alstom in Salzgitter oder die AVG in Karlsruhe laden explizit beide Geschlechter zum Kennenlernen ein. Ein Fehler ist das bestimmt nicht: Schließlich braucht die Eisenbahn in fast allen Feldern motivierten Nachwuchs.

Quelle: Allianz pro Schiene

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