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Service & Organisation

Fünf Jahre Mobilitätsmanagement der KVB

15.12.2015

Busse und Bahnen sind die sichersten Verkehrsmittel in Deutschland. Dennoch kommt es auch hier zu Unfällen. Vor diesem Hintergrund bietet die KVB seit nun fünf Jahren ein Mobilitätstraining für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen an, damit sie sicher und selbstständig KVB fahren können.

Inzwischen wurden fast 10.000 Kunden durch den Fachbereich Mobilitätsmanagement trainiert. Die Mobilitätstrainings sind maßgeschneidert für Senioren und für Menschen mit Behinderungen. Die Seniorenvertretung der Stadt Köln ist seit Beginn der konzeptionellen und praktischen Arbeit ein wichtiger Kooperationspartner. Das Programm wird von den Beteiligten rundherum positiv bewertet.

In 2011 wurde eine Stelle "Mobilitätstrainer" eingerichtet und sogleich eine enge Kooperation mit der Seniorenvertretung der Stadt Köln etabliert. Im gleichen Jahr startete das Angebot für Senioren und Menschen mit Behinderungen. Während 2011 noch rund 730 Teilnehmer verzeichnet wurden, nutzten in diesem Jahr bereits knapp 2550 Kunden das Angebot. Derzeit ist das Mobilitätsmanagement bis Ende des Jahres 2016 ausgebucht. Weitere Angebote wie ein jährlicher Rollatorentag kommen bedarfsorientiert hinzu.

Jürgen Fenske, Vorstandsvorsitzender der KVB: "Die ständig steigende Nachfrage nach unseren Angeboten zeigt, dass wir mit unserem Mobilitätstraining für ältere und in der Bewegung eingeschränkte Menschen genau auf dem richtigen Weg sind. Genauso wie unsere Kunden schulen wir aber auch regelmäßig unsere Fahrerinnen und Fahrer, damit sie auf die Probleme und Bedürfnisse der Fahrgäste Rücksicht nehmen."

Die Schulungen der Fahrerinnen und Fahrer erfolgen durch den Mobilitätstrainer, der auch mit den Fahrgästen arbeitet. Damit werden die Anforderungen der Fahrgäste direkt und ohne Abstriche an die Fahrerinnen und Fahrer vermittelt. Fenske hebt hervor: "Wir appellieren aber auch an alle unsere Fahrgäste, einen Blick für Menschen zu haben, die Hilfe brauchen. Öffentlicher Nahverkehr ist auch Rücksichtnahme auf und Respekt vor den anderen Fahrgästen."

Mit der wachsenden Stadt Köln nimmt bekanntlich auch die Zahl der Fahrgäste bei der KVB stetig zu. Hierdurch wird es in den Fahrzeugen der KVB immer enger, die Kapazitätsgrenzen sind erreicht. Daher haben es Menschen, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, nicht immer leicht, einen sicheren Platz als Fahrgast zu finden oder ein- und auszusteigen. Zugleich müssen die Fahrerinnen und Fahrer mit vielen hektischen Situationen im Verkehr zurechtkommen und können in einer größeren Menschengruppe an der Haltestelle den einzelnen hilfsbedürftigen Fahrgast nicht immer erkennen. Hierdurch entstehen Risiken, die die KVB im Sinne ihrer Fahrgäste und ihrer Mitarbeiter minimieren möchte.

Die Mobilitätstrainings sollen dazu beitragen, mit schwierigen Situationen richtig umgehen zu können. Die Trainings werden in Seminarform für Gruppen von 15 bis 50 Personen in den Stadtvierteln – also vor Ort, ohne lange Wege – angeboten. Hierbei werden einzelne Interessenten problemlos in örtliche Gruppen integriert. Inhalte der Mobilitätstrainings sind die Vermittlung der Grundlagen sicherer Mobilität, praktische Übungen in der Stadtbahn und im Bus sowie der Baustein "Couragiert mobil", ein Rollenspielformat mit alltäglichen Situationen im öffentlichen Nahverkehr.

Rollatorentag wird es regelmäßig geben

Neben diesen Trainings und Schulungen ist die KVB mit weiteren Angeboten aktiv. So hat das Unternehmen erstmalig in diesem Jahr den Rollatorentag in Köln organisiert. Mit diesem landesweiten Angebot wurde in zahlreichen Städten die Nutzung der Rollatoren beim Ein- und Ausstieg sowie während der Fahrt im öffentlichen Nahverkehr trainiert. Über die Medien wurden weitere Fahrgäste für die Bedürfnisse der Menschen, die auf einen Rollator angewiesen sind, sensibilisiert. Aufgrund der großen Nachfrage wird es den Rollatortag in Köln nun regelmäßig geben. Die KVB setzt sich dafür ein, das Angebot auch landesweit fortzuführen und diesem somit ein größeres Gewicht zu geben.

Auch nutzt die KVB verschiedene Veranstaltungen, wie den jährlichen "Vorsorgetag" im Hotel Park Inn, den "Tag der Begegnung" im Rheinpark oder den "Tag des guten Lebens", um die Zielgruppen zu erreichen. Zudem betreibt die KVB systematische Netzwerkarbeit z. B. im "Initiativkreis Senioren" unter Beteiligung der Seniorenvertretung Köln, in der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik (mit dem Status "ständiger Gast"), im Arbeitskreis Verkehrssicherheit bei der Stadt Köln (Unfallkommission) und durch den regelmäßigen Austausch mit Polizei und Stadtverwaltung.

Weitere Informationen unter: www.kvb-koeln.de/mobilitaet

Quelle: KVB

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