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Service & Organisation, Wirtschaft & Wissenschaft

Rheine: Zuwendungsbescheide für die Erneuerung von Bustreff und Bahnhofstraße

01.12.2015

Ein wichtiger Bestandteil der Qualitätsoffensive für die Rheiner Innenstadt ist die Erneuerung des Bustreffs und der angrenzenden Bahnhofstraße. Nicht nur aus städtebaulichen Gesichtspunkten ein Gewinn für die Innenstadt. Vieles wird zugunsten der Barrierefreiheit getan. "Insgesamt stärkt die Erneuerung aber auch den öffentlichen Personennahverkehr, was uns als Klimakommune Rheine auch wichtig ist", sagte Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann bei der Übergabe der Zuwendungsbescheide. Für die Maßnahme erhält die Stadt Rheine Fördermittel von über 2 Millionen Euro.

Auf der Grundlage eines 2001 durchgeführten städtebaulichen Wettbewerbs für das Bahnhofsumfeld, den Busbahnhof und die Poststraße in Rheine entstand auch die Planung für den Ausbau des Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB), der in das ÖPNV-Förderprogramm 2015 des NWL aufgenommen werden konnte.

Vorrangig soll der Bereich als Drehscheibe des ÖPNV eine zeitgemäße Ausstattung erhalten, gleichzeitig aber auch in baulich-gestalterischer Hinsicht die Innenstadt aufwertenn. Wegweisend wird die künftige Abwicklung der An- und Ausfahrten der Busse sein. Es wird keine Zuordnung der Busse zu den Halteplätzen geben, sondern der zuerst ankommende Bus fährt zur ersten freien Halteposition. Die Fahrgäste werden über eine dynamische Fahrgastinformation (DFI) mit Anzeigetafeln gelenkt.

Dazu Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann: „Der Bustreff in Verbindung mit der Bahnhofstraße ist das Entree zu Innenstadt. Die bauliche, funktionale und optische Aufwertung des Bereichs wird sich positiv auf die gesamte Innenstadt auswirken. Ich freue mich, dass wir dieses Großprojekt mit den Zuschüssen von NWL und Bezirksregierung realisieren können“.

Der zurzeit vorrangig als Verkehrszone erlebte Platz wird durch die Neugestaltung optisch zusammengeführt und in seiner Funktion als ZOB optimiert. Die Busse der City-Linien und der Regionallinien halten an der „Mittelinsel“ mit je fünf beidseitig angeordneten Haltepositionen. Auf der Westseite des ZOB befinden sich ein zusätzlicher Haltebereich für einen Regionalverkehrsbus sowie zwei Warteplätze.

In einem Pavillon befindet sich neben Aufenthaltsräumen und Toiletten für die Busfahrer/innen auch eine barrierefreie Toilette. Für die Fahrgäste werden darüber hinaus 30 nicht überdachte Fahrradstellplätze geschaffen.

Stellvertretender NWL-Verbandsvorsteher Dr. Hermann Paßlick: „Das Projekt ,Ausbau des Busbahnhofs in Rheine‘ ist ein gutes Beispiel für die Entwicklung der Infrastruktur im Nahverkehr Westfalens. Das hier angelegte Geld ist eine sinnvolle Investition in verkehrlicher und städtebaulicher Hinsicht.“

Die Gesamtkosten für den ZOB betragen 3.752.800 €, davon sind zuwendungsfähige Kosten 2.546.100 €. Die Stadt Rheine erhält durch den NWL eine Zuwendung in Höhe von 2.291.500 €.

Eine ergänzende Förderung im Bereich des Bahnhofsumfeldes erfolgt aus Mitteln der Städtebauförderung durch die Bezirksregierung Münster. Abteilungsdirektor Ralf Weidmann übergab der Stadt Rheine einen Förderbescheid über 2.036.000 Euro, der unter anderem auch eine Förderung von rund 757 Tsd. Euro für die Neugestaltung und den Umbau des Bustreffs in Rheine enthält. „Fördermittel des Landes werden immer im Wettbewerb um die besten Konzepte und die besten Projekte vergeben. Rheine hat mit dem Integrierten Handlungskonzept „Rahmenplan Innenstadt“ eine anspruchsvolle und überzeugende Planung für die Innenstadt aufgestellt. Die Neugestaltung des Bustreffs ist daher auch aus städtebaulicher Sicht eine ausgesprochen sinnvolle Investition, die den Einstieg in eine umfassende städtebauliche Aufwertung des Stadtzentrums markiert.“, so Weidmann.

Der Umbau soll in drei Bauabschnitten im Frühjahr 2016 starten und wird ca. 1,5 Jahre dauern.

Quelle: Stadt Rheine 

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