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Service & Organisation

Düsseldorf: Zwei neue Hochbahnsteige an der Haltestelle „Rheinbahnhaus“

17.11.2015

Zwei neue Hochbahnsteige an der Haltestelle „Rheinbahnhaus“ ermöglichen seit Ende September einen stufenlosen Einstieg in die Bahnen der Linien U74, U76 und U77. Nach elf Monaten Bauzeit können sich die Fahrgäste nun über eine moderne und behindertengerechte Ausstattung freuen – von den transparenten Wartehallen über die dynamischen Fahrgast-Informationsanlagen (DyFas) bis hin zur taktilen Wegführung.

Die 95 Zentimeter hohen und 60 Meter langen Bahnsteige liegen sich jetzt gegenüber. Sie machen das Ein- und Aussteigen für Rollstuhlfahrer und Mobilitätsbehinderte, Eltern mit Kinderwagen, Fahrradfahrer und Senioren leicht und bequem, weil sie sich auf gleichem Niveau wie der Boden der Bahn befinden. Auch für sehbehinderte Fahrgäste gibt es Verbesserungen durch taktile Wegführung, akustische Informationen („sprechende DyFas“) und Signalgeber an den Ampeln.

Besonderheiten beim Bau
Um die Kastanienallee zu erhalten, war der Umbau besonders aufwändig. Die Gleise sind zusammengezogen worden, um die 3,30 Meter breiten Bahnsteige
vor den Baumreihen zu positionieren. Die Einzelteile der Hochbahnsteige sind
so gefertigt, dass ihre Fundamente mittig zwischen den Baumstämmen Platz finden. Dadurch haben die Fertigteile eine ungewöhnliche Länge von bis zu 7,50
Metern und ein Gewicht von bis zu 8 Tonnen. Ein 40-Tonnen-Kran mit Schienenrädern hat die „just in time“ antransportierten Fertigteile an die richtige Stelle gesetzt und so den Einbau ermöglicht. Anschließend folgten die Pflasterung, die Schlosserarbeiten für die Geländer und schließlich die Montage der Wartehallen, der Betriebstechnik, der DyFas und der Beleuchtung.
Zeitgleich hat die Stadt Düsseldorf die Zufahrten zur Erschließung des Belsenparks über die Ria-Thiele-Straße in Form eines U-Turns neu ausgebaut und geregelt.

Kosten
Der Umbau samt der umfangreichen Gleisarbeiten und des U-Turns schlägt mit rund 3,5 Millionen Euro zu Buche. Der barrierefreie Ausbau wird durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen zu 85 Prozent gefördert. Die Planungskosten und einen Eigenanteil trägt die Rheinbahn. Die Kosten für den U-Turn trägt die Stadt Düsseldorf.

Noch mehr Hochbahnsteige
Damit ist die Rheinbahn ihrem Ziel, den barrierefreien Ausbau der Stadtbahnlinien zu komplettieren, wieder einen Schritt näher gekommen. Die nächsten Hochbahnsteige sind schon in Arbeit, dieses Mal auf der Linie U75: Seit September laufen die Bauarbeiten an der Haltestelle „Dominikus-Krankenhaus“, im nächsten Jahr starten sie an der Haltestelle „Nikolaus-Knopp-Platz“.

Quelle: Rheinbahn

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