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Unterwegs auf dem Neanderlandsteig

Von Gruiten nach Düssel

Haus Am Quall

Foto: Janina Wahle

Das denkmalgeschützte Haus am Quall liegt im historischen Dorf Gruiten-Dorf. Die Geschichte reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück und wird heute nach aufwendiger Restaurierung u.a. für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt.

http://www.hausamquall.de

Naturschutzgebiet Grube 7

Foto: Kries Mettmann/ Reusch

Die seit 1997 als Naturschutzgebiet ausgewiesene Grube 7 ist ein ehemaliger Kalksteinbruch. Heute lässt sich dort beobachten, wie sich die Natur seit Aufgabe des Kalkabbaus das Gebiet zurückerobert.

Rittergut Schöller

Foto: Kreis Mettmann/ Reusch

Das Rittergut Schöller ist ein ehemaliger Adelssitz und stammt aus dem 12. Jahrhundert. Heute sind nur noch der Bergfried, im Volksmund Schinderhannes genannt, und Teile der Burgmauer erhalten, die von außen besichtigt werden können.

Tillmannsdorfer Falte/ Sattel

Foto: Kreis Mettmann/ Reusch

Die Tillmannsdorfer Falte ist ein geologischer Aufschluss, der zudem als Naturdenkmal eingetragen ist und einen eindrucksvollen Einblick in die Erdgeschichte bietet. Eine Infotafel gibt ergänzende Informationen.

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Streckeninformationen

Region: Bergisches Land
Strecke: Streckenwanderung, 16 km
Dauer: 5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: mittelschwer
Wegmarkierung: Durchgehend markiert mit weißem „N“ auf rotem Grund.

Höhenprofil

Weitere Informationen

Wir beginnen unsere Tagesetappe auf dem Neanderlandsteig am Bahnhof Gruiten. Hinter dem Parkplatz geht es auf einem Feldweg hinunter ins Tal der Düssel zum Bauernhof Gut Ehlenbeck. Es ist überraschend, wie schnell wir in eine idyllische Kulturlandschaft eintauchen. Das Düsseltal hat sich eine sehr natürliche Schönheit bewahrt.

Wir gehen an der Düssel entlang und bewundern die Pfaue, die ihr Heim in einem großen Anwesen rechter Hand haben. Nach einigen schönen Kilometern entlang der Düssel erreichen wir Gruiten Dorf (siehe Highlight der Tour).

Wir überqueren eine vielbefahrene Landstraße und wandern durch das Naturschutzgebiet Grube 7. Der Name erklärt sich aus der früheren Nutzung als Kalksteinbruch. Eine ehemalige Verladestation erinnert an die industrielle Nutzung des Areals. Mittlerweile ist die Grube 7 ein Rückzugsort für bedrohte Tierarten (zählen eigentlich Wanderer auch zu den bedrohten Arten?). Wir gehen bergan und erreichen den kleinen Wildpark am Haus Poock und die gleichnamige Gaststätte. Wir wechseln die Straßenseite und wandern bald an dem Wäldchen „Osterholz“ vorbei, das sich in der Nähe des Wuppertaler Gefängnisses Simonshöfchen befindet. Wir haben auf dem Neanderlandsteig glücklicherweise immer Freigang

Am Wuppertaler Wohnplatz Neu-Amerika vorbei gehen wir erneut Richtung Düsseltal, vorbei an der Quarter Horse Ranch. Daher müssen wir uns manchmal auf unserem schmalen Wanderweg an dickbäuchigen Pferden (und manchmal auch Reitern) vorbei quetschen. Wir gehen anschließend an einem außergewöhnlich zauberhaften Abschnitt der Düssel entlang. Ein schmaler, gewundener Pfad, der romantische Bach und eine üppige Vegetation sind die Garanten für pures Wanderglück.

Kurz vor dem Schinderhannesturm von Schöller wandern wir aus dem Düsseltal hinaus. Über die historische Alte Kölnische Landstraße führen uns die roten Markierungen des Neanderlandsteigs ... nein, nicht nach Köln, sondern nach Düssel. Düssel ist ein Ortsteil von Wülfrath, benannt nach dem Bach, der durch den historischen Ortskern fließt. Ein perfektes Ziel für unseren Wandertag im Neanderland, denn bevor der Bus nach Wuppertal fährt, hat man Zeit, sich den Ort anzuschauen und noch ein wenig einzukehren.

Highlight der Tour

Gruiten Dorf. Gruiten Dorf ist eines der schönsten Dörfer in Nordrhein-Westfalen. Viele historische Gebäude wie das Haus am Quall, das Predigthaus oder das Pfarrhaus. Liebevoll restauriertes Fachwerk, grüne Fensterläden, schmale Gassen mit Kopfsteinpflaster. Gruiten Dorf ist eine lebendige Perle des Bergischen Lands.

Einkehrmöglichkeit

Ungefähr auf halber Strecke kann man im Haus Poock einkehren, bei gutem Wetter gibt es eine elegante Außengastronomie. Am Ziel in Düssel sind zwei Gaststätten äußerst empfehlenswert, beide im historischen Ambiente: die Kutscherstuben Wülfrath in einem Fachwerkhaus und das Restaurant Wasserburg in den Gemäuern einer ehemaligen Burganlage.

Familien-Variante

Mit Kindern kann man die Etappe bis Haus Poock abkürzen. Ab dort an der Bushaltestelle Rosenbaum Osterholz geht es mit dem Bus 641 zurück zum Bahnhof Gruiten.

Alle Kommentare

30.03.2018Sebastian

Die Strecke war heute sehr angenehm zu wandern. Trotz Regen in den letzten Tagen waren alle Wege problemlos zu bewältigen. Kleiner Tipp für das Ende: Wer noch etwas Luft hat und in Richtung Ruhrgebiet abfährt, kann den S-Bahnhof Wülfrath-Apprath in 1,5km nehmen. Einfach bei der Sparkasse links vorbei, dann rechts, rechts, links halten und über die Brücke an der kleinen Furt und man ist fast schon da. Viel Spaß beim Wandern.

09.04.2018Thorsten Anstötz

Super schöne Tour, die schreit nach einer Wiederholung, wenn die Natur erblühter ist.

15.04.2018Dietmar Priessner

Es wäre schön, wenn bei den Streckenwanderungen die Rückfahrtmöglichkeiten vom Ausgangspunkt zum Ziel oder umgekehrt ebenfalls angegeben würden. Bahn, S-Bahn, Buslinie usw. Mit freundlichen Grüßen

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Letzte Kommentare

09.04.2018Thorsten Anstötz

Super schöne Tour, die schreit nach einer Wiederholung, wenn die Natur erblühter ist.

15.04.2018Dietmar Priessner

Es wäre schön, wenn bei den Streckenwanderungen die Rückfahrtmöglichkeiten vom Ausgangspunkt zum Ziel oder umgekehrt ebenfalls angegeben würden. Bahn, S-Bahn, Buslinie usw. Mit freundlichen Grüßen