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Der Muttentalweg in Witten

An der Ruhr

Burgruine Hardenstein

Seit über 400 Jahren ist diese Burg schon eine Ruine, aber eine sehr beeindruckende – mit eigenem Bahnhof. Gruselig ist die Sage des unsichtbaren Zwergen-Königs Goldemar, der auf der Burg Hardenstein residierte.

Foto: Shutterstock / mitifoto

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Streckeninformationen

Region: Ennepe-Ruhr-Kreis
Strecke: Rundweg, 12,9 km
Dauer: 4 Stunden
Schwierigkeitsgrad: Mittelschwere Wandertour
Wegmarkierung: Teilweise A3

Höhenprofil

Weitere Informationen

Wir starten am Hauptbahnhof von Witten. Bis wir das herrliche Muttental erreichen, müssen wir erst einmal zur Ruhr wandern. Wir gehen am Bahnhof rechts, am Busbahnhof vorbei, am Kreisverkehr rechts, unter der Bahn hindurch, gleich links, an der Fabrik vorbei bis zur Ruhrstraße. Dort laufen wir rechts, über die Ruhrbrücke und nehmen direkt rechts den Fußweg. Wir wandern zwischen Ruhrtalbahn und Ruhr, bis wir den ersten Bahnübergang am Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia erreichen. Dort überqueren wir die Gleise und laufen weiter an den Schienen entlang bis zum Ende des Bahnsteigs der Zeche Nachtigall. Dort wieder über die Schienen, kurz durch ein Wäldchen, an der Straße entlang bis zum LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall.

Hier folgen wir den grünen Hinweisschildern Richtung Muttental und Bethaus der Bergleute. Dabei können wir erste Info-Tafeln zum Bergbau im Muttental studieren. Für uns ist es heutzutage kaum vorstellbar, wie laut die Arbeit und wie dicht der Kohlenstaub im Tal vor 200, 250 Jahren war. In unzähligen Stollen wurde – teilweise sogar im Tagebau – das schwarze Gold gefördert. Als die Flöze im vorletzten Jahrhundert abgebaut waren, zog der Steinkohlebergbau immer weiter nordwärts und die Natur kehrte ins Muttental zurück.

Schließlich erreichen wir das Bethaus der Bergleute aus dem Jahr 1830. Dies war einst Versammlungsstätte der Bergleute aus den Zechen des Muttentals. Das denkmalgeschütze Gebäude ist das letzte dieser Art im Ruhrgebiet. Heute hat man hier die Möglichkeit, unter Anleitung eines erfahrenen Schmiedes selbst ans Werk zu gehen, um nach alter Tradition zu schmieden. Ab diesem Gebäude können wir uns an der Markierung A3 orientieren.

Wir gehen das Tal bergan und kommen am Zechenhaus Herberholz und dem Steigerhaus vorbei, das heute eine Hütte des Sauerländischen Gebirgsvereins ist. Wir wandern weiter bergan, vorbei an zahlreichen Stollenmündern zur Linken und dem Muttenbach zur Rechten. An einer Brücke laufen wir rechts und dann geht es den Berg hinauf – der Markierung A3 folgend. Wir erreichen einen riesigen Dreibaum, der rekonstruiert wurde. Das ist das Faszinierende am Bergbauweg im Muttental: Wir sehen nicht „nur“ Stolleneingänge, sondern auch viele bergbauliche Hilfsmittel: Abfüllanlagen, Göpelschächte und eben diesen Dreibaum. Allerdings würde es den Rahmen dieser Wegbeschreibung sprengen, alles im Detail zu erklären. Lest es auf den tollen Info-Tafeln nach.

Wir wandern weiter – A3 folgend – durch den Wald, dann auf einem Asphaltweg bis zur Gaststätte „Zur alten Tür“. Dort gehen wir scharf rechts und den Berg hinab. An dem Straßenschild „Sackgasse“ halten wir uns links. Lasst euch nicht verunsichern. Das ist der richtige Weg – obwohl es nach einer Weile ziemlich privat aus sieht. Wir wandern weiter durch den Wald bergab bis zur Ruine Hardenstein und dann an der Ruhr entlang bis zur Zeche Nachtigall. Kleiner Tipp: Der Besuch lohnt sich. Richtung Bahnhof Witten nutzen wir die gleiche Strecke wie auf dem Hinweg, an der Zeche Theresia vorbei, an den Schienen entlang, über die Ruhrbrücke bis zum Hauptbahnhof Witten.

Highlight der Tour

Die Burgruine Hardenstein. Seit über 400 Jahren ist diese Burg schon eine Ruine, aber eine sehr beeindruckende – mit eigenem Bahnhof. Gruselig ist die Sage des unsichtbaren Zwergen-Königs Goldemar, der auf der Burg Hardenstein residierte.

Einkehrmöglichkeit

Die Gaststätte "Zur alten Tür" am höchsten Punkt der Wanderung empfängt seit 1875 Gäste. Die Museumsgastronomie "Auf Nachtigall" im LWL-Industriemuseum mit Biergarten und das Bethaus der Bergleute freuen sich ebenfalls auf euren Besuch. Außer an Montagen haben diese Restaurationen geöffnet.

Familien-Variante

Die Tour ist für Kinder ab zehn Jahren sehr gut machbar und auch spannend. Allerdings sollte man mit Kindern eine An- und Abfahrt mit der Ruhrtalbahn erwägen, da der Zuweg bis zum Muttental nicht sehr interessant ist.

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