Das Mobilitaetsportal NRW
 
schliessen

Auf dem Bergbauweg zum Lüderich

Im Bergischen Land

Der Förderturm des Franziska-Schachts

Es ist schon faszinierend, direkt am Wanderweg im dichten Wald ein Industriedenkmal zu sehen. Neben Informationen auf einer Tafel findet sich ein netter Kasten mit Kurbel. Wenn man kurbelnd dort selber Energie erzeugt,
kann man sich entweder das Steigerlied oder eine Sage um den Berg Luderich anhören.

Foto: Robert Wagner

  • Bitte wählen Sie aus:

Streckeninformationen

Region: Bergisches Land
Strecke: Rundweg, 12,2 km
Dauer: 3,5 Stunden
Schwierigkeitsgrad: Mittelschwere Wandertour
Wegmarkierung: Durchgehend markiert mit einer weißen „15“ auf rotem Grund

Höhenprofil

Weitere Informationen

Am Bahnhof Hoffnungsthal halten wir uns rechts und gehen schon bald eine Treppe linker Hand hinunter. Dann direkt scharf rechts und den roten Markierungen folgend durch das Ortszentrum hindurch, bis wir an einer Brücke die Sülz erreichen. Ungefähr einen Kilometer wandern wir sehr schön an diesem breiten Bach entlang, bis wir rechts wieder Richtung Hauptstraße gehen. Dabei passieren wir nicht nur eine Ballettschule, sondern auch die historischen Industriegebäude des Hoffnungsthaler Hammerwerks. Dort wurde das Erz des Lüderich zu Schmiede eisen verarbeitet.

Wir überqueren die Hauptstraße, gehen links und folgen dieser ein kurzes Stück, dann wandern wir rechts auf einer asphaltierten Straße durch ein Wohnviertel mit Ein familienhäusern. Einen Kilometer hinter der Hauptstraße biegen wir rechts in einen schmalen Pfad, dann folgt der schönste Abschnitt der Wanderung. Wildromantisch laufen wir durch ein kleines Seitental, bis wir einen breiteren Forstweg erreichen. Leicht ansteigend gehen wir auf diesem Weg, der uns zum Förderturm des Franziska-Schachts führt (siehe Highlight). Wenig später erreichen wir eine besondere Wegkreuzung, die uns auf unserer Wandertour noch einmal begegnen wird. Wir gehen nämlich jetzt – indem wir uns links halten – eine größere Schleife Richtung Lüderich. Der Lüderich ist die höchste Erhebung von Rösrath mit 260 Metern, aber man hat den Eindruck, dass der Berggipfel allmählich weggebaggert wird. Diese Erddeponie sieht aus wie ein Stück Mondlandschaft, nicht so schön, aber es zeigt, dass auch in unserem Jahrhundert am Berg gearbeitet wird.

Wenig später erreichen wir einen Golfplatz, der auf dem alten Bergwerksgelände errichtet wurde. Im ehemaligen Maschinenhaus neben dem Förderturm befindet sich das Clubheim. So verbindet sich historische Arbeitswelt mit modernem Freizeitverhalten. Nach dem Clubheim gehen wir auf und ab, bis wir wieder die uns schon bekannte Kreuzung erreichen. Wir halten uns links und gehen auf Wohnstraßen durch den Ort Bleifeld. Der Name des Dorfes erinnert daran, dass in der Nähe des Lüderich nicht nur Erz abgebaut wurde. Am Ortsausgang von Bleifeld gehen wir links an einigen Felsen entlang und bald darauf über eine Wiese mit fantastischen Ausblicken Richtung Bensberg, Köln und Rheintal bis hin zu den niederrheinischen Kohle gebieten.

Im nächsten Ort, Lüderich/Berg, wandern wir links in den Wald hinunter und überqueren den Brunsbach. Kurios ist die kleine Brücke, über die der Bach die Bahnstrecke überquert. Wir wandern auf einem wunderschönen Pfad an der Bahn-linie entlang. Da der Zugtakt sehr gut ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir einen roten Triebwagen sehen. Kurz gehen wir rechts durch Hoff nungsthal, folgen dann aber links der Markierung. Wir überqueren die Gleise und gehen auf einer geschwungenen Neben-straße durch das malerische Örtchen Brünsbach. An schließend noch einmal über einen schmalen Pfad, bevor wir abermals die Bahnlinie überqueren und am Freibad von Hoffnungsthal vorbeikommen. Kleine Abkühlung gefällig? Nach dem Freibad geht es an einem Kreisel vorbei und schon bald haben wir wieder den Bahnhof von Hoffnungsthal erreicht. Auf unse-rem Weg haben wir natürlich auch etwas gelernt, denn die zehn sehr schön gestalteten Infotafeln auf dem Bergbauweg sind äußerst informativ.

Highlight der Tour

Der Förderturm des Franziska-Schachts. Es ist schon faszinierend, direkt am Wanderweg im dichten Wald ein Industriedenkmal zu sehen. Neben Informationen auf einer Tafel findet sich ein netter Kasten mit Kurbel. Wenn man kur-belnd dort selber Energie erzeugt, kann man sich entweder das Steigerlied oder eine Sage um den Berg Lüderich anhören.

Einkehrmöglichkeiten

Ungefähr auf der Hälfte der Tour kann man im Golfclub am Lüderich einkehren, auch Wanderer – ohne Golfschläger – sind willkommen. Es gibt einfache Speisen (Currywurst, Flammkuchen, Tagessuppe) und auch alles gegen den Durst. In Bleifeld kann man außer dem in den „Bleifelder Hof" einkehren. Am Ziel in Hoffnungsthal findet man mehrere Gaststätten.

Familien-Variante

Bleifeld die zusätzliche Schleife aus lassen und direkt rechts durch Blei feld gehen. Dann wandert man insgesamt familienfreundliche neun Kilometer.

Kommentar abgeben

Vielen Dank für Ihren Kommentar.
Nach Prüfung durch unsere Redaktion wird der Kommentar freigeschaltet.

Bewertungen & Kommentare

0

von 5
0 Bewertungen

ÖPNV-Anbindung

  • Ticket kaufen

Ihre Bilder zur Tour

Letzte Kommentare