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Daniela W. aus Köln

Das netteste Ereignis, an das ich mich erinnere, war eine "Privatfahrt". Das Ganze ist schon einige Jahre her, so dass ich wohl niemanden damit ins Fettnäpfchen schubse:

Aachener Str.-Gürtel... endlich angekommen. Es ist schon spät. Der Bus, der mich an mein Reiseziel bringen soll, fährt nur noch stündlich. Nun gut, der nächste kommt ja gleich, 15 Minuten kann man sich mit einem guten Buch kurzweilig gestalten. Gesagt, getan. Ah, endlich, der Bus. Ich scheine der einzige Fahrgast zu sein, niemand sonst steht mit mir an der Haltestelle.

Beim Einsteigen grüße ich den Busfahrer, er grüßt freundlich zurück und sagt: "Junge Frau, ich weiß nicht, ob ich Sie mitnehmen kann. Wir haben eine große Verspätung auf dieser Linie und ich soll eigentlich gleich zur Haltestelle Neusser Straße durchfahren."

"Oh...", sagte ich, "das ist ja blöd, da muss ich ja eine ganze Stunde warten." "Ich habe noch 5 Minuten Pause hier, danach weiß ich sicher mehr, warten Sie erst einmal kurz." Ich bedankte mich und setzte mich erst mal. Es war ja doch nicht zu ändern.

In Gedanken überlegte ich mir schon eine alternative Route, als der Fahrer wieder zu mir kam: "Also, ich muss leider wirklich sofort durchfahren. Sagen Sie, wo müssten Sie denn hin?" Ich nannte ihm meine Haltestelle und er überlegte kurz. "Gut, wenn Sie mich nicht verraten, nehme ich Sie ein Stück mit und lasse Sie dort in der Nähe aussteigen."

Der Busfahrer hätte sich damit eine Menge Ärger einhandeln können und ich war ihm sehr dankbar. Es wurde eine wirklich besondere Fahrt mit einem sehr freundlichen, lustigen Busfahrer. Sollte dieser das hier zufällig lesen: Ich bin Ihnen heute noch dankbar dafür und ab und an erzähle ich diese Geschichte immer noch!

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