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ExtraFahrt zur ExtraSchicht

Foto von der ExtraFahrt bei der ExtraSchicht.

Am 30. Juni nahm die Gemeinschaftskampagne „Busse & Bahnen NRW“ zum zweiten Mal Fahrt auf. Mit der ExtraFahrt sorgte der Nahverkehr nicht nur für die Mobilität der ExtraSchicht-Besucher, sondern machte die Verkehrsmittel selbst zu Erlebnisräumen. Auf ausgewählten Nahverkehrslinien zwischen Essen und Dortmund und an einzelnen Haltestellen kreierten internationale Musiker, Tänzer, Schauspieler und Literaten im wahrsten Sinne des Wortes ein bewegendes Begleitprogramm.

Rollende Spielorte
Auf einzelnen Fahrten der Straßenbahnlinie 107 und der U35 sowie an den Endhaltestellen der Straßenbahnlinie 302 – Buer-Rathaus und Bochum Hbf – überraschten Künstler die ExtraSchicht-Besucher auf ihren Fahrten durch die Nacht. Poetry Slammer entführten in die Welt der kurzen, knappen Literatur. Dabei lasen die jungen Literaten die selbst verfassten Texte nicht einfach nur, sondern trugen sie in einer eigenen Performance vor. Für erlesene Momente sorgten auch Christine Sommer und Martin Brambach. Das bekannte Schauspielerpaar rezitierte Texte von Brecht.

Kaum hatten sich die Besucher aus der Welt der Literatur losgerissen, wartete auf sie ein Potpourri aus den verschiedensten Musikstilen. Die Essener Popmusik-Veredler „Small is Beautiful“ etwa spielten wunderschöne Interpretationen von Hits wie „Sweet Dreams“ und „Video killed the Radio Star“. Freunde des Bombast-Rocks kamen bei der „Royal Squeeze Box“ voll auf ihre Kosten. Lediglich mit Gesang und Akkordeon zauberte das Duo Songs der legendären Band „Queen“ in die Bahnen.

Klassische Töne klangen durch die Fahrzeuge, wenn die bulgarische Mezzosopranistin Denitsa Pophristova ihre Stimme erhebte. Moderne Akzente setzte das Duo „Lina Fai“. Sängerin Caroline Wunderlich und Gitarrist Enrique Diaz Fuentes entwickelten gemeinsam einen kraftvollen Independent Sound. Die „Shoe Shine Boys and Rags“ nahmen Nachtschwärmer im Gegenzug mit auf eine Reise in die 1920er-Jahre. Sie begeisterten mit nostalgischen Chansons, während Schuhputzer in stilechtem Aussehen die Schuhe der ExtraSchichtler auf Hochglanz polierten.

Eine saubere Sache
Auch der Nahverkehr präsentierte sich von seiner sauberen Seite: Auf der ExtraSchicht-Linie ES 20 zwischen der Jahrhunderthalle Bochum und der Kokerei Hansa verkehrten umweltfreundliche Hybridbusse und brachten die ExtraSchicht-Besucher von einem Spielort zum nächsten. Reizvoll war aber nicht nur die moderne Technik: Am Start und Ziel ihrer Fahrt in Bochum und Dortmund erwartete die Besucher als besonderes Bonbon ein künstlerisches Überraschungsprogramm.

Hochschule trifft Nahverkehr
Zum ersten Mal bei der ExtraSchicht dabei war in diesem Jahr die Ruhr-Universität Bochum (RUB). Passend hierzu kooperierte die ExtraFahrt mit der Studenteninitiative boSKop der RUB. boSKop organisiert viele kulturelle Veranstaltungen für und von aktuellen und ehemaligen Studierenden der Universität. Im Rahmen der ExtraFahrt verwandelte sie ausgewählte Stationen an der U35 in spannende Aktionsräume.

So gab der Poetry-Slammer und Filmemacher Tobi Katze in humoriger Art Texte zum Besten. Der bekannte Bochumer Autor Juckel Henke las aus seinem Roman „Frauen, die nach Schinken stinken“. In seinem Buch schickt er die Protagonisten auf eine aufregende Jagd quer durch Europa und brachte damit sicher nicht nur Frauen zum Schmunzeln. Die Cowboy-Boys holten musikalische Schätze der Countrymusik wieder an die Oberfläche – und das im passenden Look. Dank des asiatischen Zupfinstruments Pipa tauchten Nachtschwärmer in die chinesische Musikwelt ein. Und nicht weniger exotisch ging es zu, als brasilianische Tänzerinnen und akrobatische Capoeira-Tänzer für eine einzigartige Atmosphäre an den Stationen sorgten. Die rollenden Spielorte machten eben auch Bahnfahren zum Erlebnis – nicht nur für Studierende.

An der Jahrhunderthalle in Bochum heizte die Banda Show Pelodum den Zuschauern mit brasilianischem Feuer ein.Das Schauspielerpaar Christine Sommer und Martin Brambach zauberten erlesene Literaturmomente.Der Poetry Slammer Tobi Katze begeisterte mit seinen selbstgeschriebenen Texten das Publikum auf der Bochumer U-Bahnlinie U35.Die Smarties unterhielten die Fahrgäste an der Jahhunderthalle in Bochum und ermunterten sie, sich die Hybridbusse mal näher anzuschauen.Wie in den 1920er-Jahren: Fahrgäste konnten sich stilecht die Schuhe putzen lassen.Die Jungs und Mädels der Shoe Shone Boys & Rags können nicht nur vortrefflich singen und Shuhe putzen. Mit Zaubertricks zogen sie das Publikum ebenfalls in ihren Bann.Eine Reise zurück in die Vergangenheit – stilecht entführen die Schoeshine Boys and Rags in die Zeit der Goldenen Zwanziger. Kongenial verbinden sie nostalgische Schuhputzkunst im alten Stil mit Schlagern und Chansonsaus der glorreichen Epoche.
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