Das Mobilitaetsportal NRW
 
schliessen

Das war die ExtraFahrt 2015!

Großartige Comedy in Bochum, maritimer Seegesang in Oberhausen und goldene Stimmen in Essen – am 20. Juni haben Künstler Bahnen und Haltestellen im Ruhrgebiet zu (rollenden) Spielorten gemacht. Denn die ExtraFahrt zur ExtraSchicht stand auf dem Fahrplan!

Die Gemeinschaftskampagne „Busse & Bahnen NRW“ verwandelte den Nahverkehr zur Nacht der Industriekultur 2015 erneut in eine große Bühne. Erstmals waren die ExtraFahrten offizielle Spielstätten im Programm der ExtraSchicht, was sich durch eine gezielte Nachfrage vieler Gäste bemerkbar machte. Auf drei Linien und an Haltestellen rund um die Kulturdrehscheiben Bochum, Essen und Oberhausen sorgte ein vielfältiges Angebot für gute Unterhaltung. Besucher kamen in den Genuss von mitreißenden Konzerten in der Tram, amüsanten Auftritten am Bahnhof und pointierter Kurz-Literatur in der U-Bahn.

Musikalischer Hochgenuss in Essen

Die Essener Straßenbahn 107 verwandelte sich auf ihrem Weg zur „schönsten Zeche der Welt und größten Kokerei Europas“ – dem Welterbe Zollverein ­– in den KlassikExpress. Dessen Waggons machten junge Musiktalente kurzerhand zum Konzertsaal. Stimmlich in höchsten Lagen schwebte Sopranistin Emily Dilewski, die unter anderem Werke von Johannes Brahms und George Gershwin zum Besten gab. Damit zog sie die Zuschauer nicht nur in ihren Bann, sondern machte die Bahn zu einer Art musikalischem Paralleluniversum. „Hier herrscht wirklich eine ganz besondere Atmosphäre, das erlebt man nicht alle Tage“, war eine Zuschauerin begeistert. Und auch der Künstlerin hat es gefallen: „Es ist schön zu sehen, wie viele ganz unterschiedliche Menschen man mit klassischer Musik erreichen kann.“  

Comedy-Alarm in Bochum

Am Bochumer Hauptbahnhof sorgten Stand-up-Comedians und Kabarettisten für Bauchschmerzen bei den Kulturpendlern – und zwar vor Lachen. Comedienne Lisa Feller nahm an dem Abend definitiv kein Blatt vor den Mund und sprach in ihrem Programm „Guter Sex ist teuer“ unverblümt über Themen, die anderen die Schamesröte ins Gesicht treiben würden. Für das Publikum stand fest: „Die Frau ist schon eine Nummer“. Besonders gut besucht war auch der ComedyExpress auf der Linie U35. Dort übernahmen Poetry-Slammer das Steuer und überzeugten mit feiner Wortakrobatik. So macht Tobi Katze beispielsweise in windeseile aus drei zugerufenen Begriffen ein spontanes Stand-up-Gedicht. Einige Besucher fuhren gleich mehrmals zwischen Bochum und Herne hin und her, um keine Pointe der Slammer zu verpassen.

Maritimes Flair in Oberhausen

Mast- und Schotbruch – der Oberhausener Hauptbahnhof war bei der ExtraFahrt fest in Matrosenhand! Mit traditionellen Hafenliedern und immer einer Handbreit Wasser unterm Kiel beschallte der Shanty-Chor Duisburg die gesamte Bahnhofsvorhalle, sang von Abenteuern auf rauer See und liederlichen Landgängen. Mit ihren tiefen Stimmen und dem ein oder anderen charmanten Spruch wickelten die Seebären das Publikum schnell um den Finger. Auch an Bord des ShantyExpresses RB 36, der zwischen Oberhausen und Duisburg-Ruhrort pendelte, ging es hoch her. Dort übernahmen mit den „Brausen“ echte Matrosinnen das Steuer. In ihren pinken Outfits sangen die Damen des berühmt-berüchtigtsten Frauenchors aller Weltmeere von Stöckelschuhen und animierten das Publikum bis tief in die Nacht zum Mitsingen, Mitschunkeln und Mitklatschen.

Impressionen von der ExtraFahrt zur ExtraSchicht finden Sie in unserer Bildergalerie!

Drucken