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Der große Rahmen – das „Mord am Hellweg“ Festival

Vom 17. September bis zum 12. November 2016 begrüßt das „Mord am Hellweg“-Festival zahlreiche literaturbegeisterte Besucher. Die Hellweg-Region wird dann zum achten Mal Tatort fiktiver Verbrechen.

Bei rund 150 Veranstaltungen wird die Vielfalt und der Facettenreichtum des Krimi-Genres geboten. Gleich zum Start am 17. September wurde die Manege des Circus Travados in ein Filmset verwandelt. Zum Abschluss am 12. November in Schwerte buhlen vier absolute Topkandidaten der Krimiszene um die Gunst des Publikums – denn schließlich geht es um den Europäischen Preis für Kriminalliteratur. In der Zwischenzeit sind an über 180 Tatorten zwischen Oelde und Witten, zwischen Hamm, Iserlohn und Dortmund und natürlich in Unna, der Zentrale des Festivals, zahlreiche deutsche und internationale Stars der Kriminal- und Thrillerliteratur sowie bekannte Schauspieler aus Kino- und Fernsehfilmen zu sehen und hören. Erstmalig bietet das Festival auch ein vielfältiges Krimi-Kinofilm-Programm an.

Seit der Premiere im Jahr 2002 wächst „Mord am Hellweg“ stetig – 2010 war das Festival bereits ein wichtiger Programmpunkt der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010. Mittlerweile ist „Mord am Hellweg“ eine der größten Literaturveranstaltungen der Welt, an der sowohl nationale als auch internationale Autoren mitwirken. Trotz seiner grenzübergreifenden Bedeutung ist die Biennale weiterhin mit der Region verbunden. Etwa 30 Kommunen und Einrichtungen bilden den Stamm der Kooperationsgemeinschaft, die das Festival ausrichtet. Erdacht wurde es von der Kulturchefin der Stadt Unna, Sigrun Krauß, und dem Leiter des Westfälischen Literaturbüros, Herbert Knorr, als Festival für die Hellwegregion. Der Hellweg, nordisch-germanischen Mythen zufolge der „Totenweg“, auf dem die Leichen transportiert wurden, führt von Duisburg nach Paderborn und verbindet die einzelnen Spielstätten. In der Region verwurzelt und aus ihr heraus entwickelt verbindet das Festival Regionalität und Internationalität.

Ein weiteres Merkmal von „Mord am Hellweg“ sind die von der Festivalleitung bewusst ausgewählten, außergewöhnlichen Veranstaltungsorte. Nicht selten lassen sich an ihnen die Besonderheiten und Entwicklungen der Hellwegregion ablesen. Ehemalige Industriebauten wurden in den vergangenen Jahren zu Veranstaltungsstätten umgedeutet und haben so ihren Platz als Kulturorte in der lokalen und überregionalen Wahrnehmung gefunden. Auf diese Weise hat „Mord am Hellweg“ eine literarische Regionalisierung in Gang gesetzt: Die an den sieben Festivals beteiligten Städte werden mittlerweile als „mörderischster Streifen Deutschlands“ bezeichnet.

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