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Wandern mit Hund

Die Natur mit dem vierbeinigen Familienmitglied erleben. Foto: Fotolia

Wandern ist nicht nur für Zweibeiner ein Genuss. Auch für den vierbeinigen Freund des Menschen ist der gemeinsame Ausflug mit dem Rudel in die Natur ein Erlebnis für die Sinne. Es gibt neue Pfade zu erkunden, andere Gerüche zu entdecken, verschiedenste Eindrücke wahrzunehmen und kleine Abenteuer mit dem Menschen zu erleben. Die gemeinsame Aktivität im Freien macht nicht nur Spaß, sondern stärkt auch gleichzeitig die Mensch-Hund-Beziehung. Wir geben Tipps für eine unbeschwerte Wanderung mit Hund.

Bevor es mit Hund und Wanderrucksack auf die Tour geht, ist es empfehlenswert, den Streckenverlauf genauer zu studieren. Am wichtigsten ist, dass der Vierbeiner während der Wanderung immer ausreichend Wasser zur Verfügung hat. Selbst wenn die ausgesuchten Wanderrouten mit vielen natürlichen Wasserspendern wie Seen, Bächen oder Flüsse ausgestattet sind, ist es dennoch ratsam, immer eine Trinkflasche für den Hund als Reserve dabei zu haben. Gerade in den Sommermonaten sollte man sich als Hundehalter nicht nur auf das erfrischende Nass am Wegesrand verlassen. Denn die Abschnitte ohne Wasser sind gerade bei warmen Temperaturen für den Vierbeiner zu überbrücken.

Wählen Sie eine Wanderroute aus, die zu Ihnen und zu Ihrem Hund passt

Informieren Sie sich, ob auf der von Ihnen ausgesuchten Wanderung mit Hindernissen gerechnet werden muss, die für den Hund eventuell nicht zu überwinden sind. In Mittelgebirgen wie Eifel oder Rothaargebirge können das vor allem steilere Abschnitte sein, die nur über eine Leiter zu passieren sind oder schmale, enge Pfade, die auch dem Hund absolute Trittsicherheit abverlangen.

Fragen Sie sich auch, ob Ihr Vierbeiner die von Ihnen ausgesuchte Wandertour konditionell schafft. Ist er eher flache und ebene Strecken gewohnt, muss er nicht zwangsläufig eine von der Länge vergleichbare Tour mit vielen Höhenmetern genauso locker meistern. Es empfiehlt sich immer, den Hund zu beobachten und entsprechend Pausen zur Erholung einzulegen. Und wenn wir ehrlich sind: Nichts ist schöner, als mit dem Hund gemeinsam für ein paar Minuten die Seele baumeln zu lassen und die Natur in sich aufzunehmen. Packen Sie auch eine Kleinigkeit für Ihren Hund zum Essen ein. Auch er verbraucht auf einer Wanderung einige Kalorien und freut sich über einen Energiespender für zwischendurch.

Eine Wandertour, die im Winter besonders schön zu laufen ist, muss im Sommer nicht für das gleiche Erlebnis sorgen. Schätzt man in den kalten Monaten eher offenes Gelände, um die zarten Sonnenstrahlen zu genießen, sind es in den Sommermonaten die Wälder, die ausreichend Schatten spenden und das Wandern angenehmer machen - auch für den Hund.

Für den Notfall

Sinnvoll ist es auch, ein Erste-Hilfe-Set dabei zu haben. So ist man zumindest für kleinere Wanderunfälle gewappnet. Sollte die Verletzung des Hundes doch größer sein und Sie sind der Meinung ein Tierarzt, sollte sich Ihren Vierbeiner angucken, helfen spezielle Smartphone-Apps wie zum Beispiel „VetFinder“, in der Nähe Ihrer Wanderroute einen Tierarzt zu finden. Das ist besonders hilfreich, wenn Sie in einer Gegend unterwegs sind, in der Sie sich nicht auskennen. Das Mitführen des Impfausweises Ihres Hundes kann in solchen Fällen von Vorteil sein.

Achtung Zecken

Sobald die Temperaturen steigen, sind auch wieder die lästigen kleinen Blutsauger aktiv. Allgemein gelten die Zecken als Sommerplage. Doch es gibt auch Arten, die im Winter zustechen. In der wärmeren Jahreszeit sind die Parasiten vor allem in den späten Vormittagsstunden sowie am frühen Abend agil. Generell gilt, dass Zecken Temperaturen von mindesten sechs bis acht Grad brauchen. Darum ist es ratsam, sich und auch seinen Hund vor den blutsaugenden Spinnentieren zu schützen.

So schützen Sie sich und Ihren Hund vor den Parasiten

Ob Sie Sprays, Spot-On Präparate oder natürliche Schutzmittel für Ihren Vierbeiner verwenden, bleibt Ihnen überlassen. Zur Sicherheit lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten. Wer für sich selber vollständig auf Zeckenschutzmittel verzichten will, der kann sich durch festanliegende und helle Kleidung schützen, die den Körper bedeckt. Entsprechendes Schuhwerk, lange Socken sowie Hosen, die hautfreie Stellen an den Beinen verhindern, sind sinnvoll.

Ihren Hund können Sie nicht durch Kleidung vor Zecken schützen. Doch Sie können ihn in regelmäßigen Abständen nach den lästigen Blutsaugern absuchen. Besonders beliebt sind bei den Zecken spärlich behaarte Stellen mit dünner Haut. Bei ihrem Vierbeiner sind das vor allem der Kopf, die Ohren, der Hals, der Zwischenzehenbereich, der Bauch und die Schenkelinnenseiten.

Zecken sitzen sehr gerne auf Grashalmen, an Buschzweigen sowie im Unterholz und lassen sich beim Vorbeigehen des Hundes abstreifen. Dies vollständig zu verhindern, ist unmöglich. Aber Sie können dafür sorgen, dass Ihr Hund auf den Wegen bleibt und nicht rechts und links davon läuft. So schränken Sie den Zeckenbefall zumindest ein. Wer die Zeckenaktivität gerne im Blick behält, der kann sich auf www.zeckenwetter.de informieren. Experten geben dort Prognosen über den Tätigkeitsdrang der kleinen Blutsauger ab.

Zecken richtig entfernen

Sollten Sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch eine Zecke an Ihrem Hund finden, die sich bereits festgebissen hat, entfernen Sie diese vorsichtig mit Zeckenzange oder mit Zeckenkarte. Von Öl, Alkohol oder Cremes ist Abstand zu nehmen. Ziehen Sie die Zecke möglichst nahe an der Haut des Hundes beziehungsweise am Kopf der Zecke heraus. Versuchen sie nicht sie herauszudrehen, da das Mundwerkzeug der Zecken über Widerhaken verfügt. Daher werden Zecken besser herausgehebelt und nicht –gedreht. Bei besonders hartnäckigen Tieren halten Sie den Zug circa 30 Sekunden, bis der Parasit loslässt.

von Silvana Brangenberg

Die Autorin veröffentlicht in ihrem "Kalte Schnauze Blog" regelmäßig Wandertipps, Urlaubsberichte, Bilder und Geschichten rund um den Hund. 

 

 

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