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NRWplus

Das Plus zur DB-Fahrkarte im Fernverkehr – zur Weiterfahrt mit Bussen und Bahnen im Nahverkehr.

NRWplus ist ein ergänzendes Ticketangebot zum DB-Tarif. Bahnkunden, die von einem anderen Bundesland nach NRW fahren, wird damit der Umstieg auf Busse, Straßenbahnen oder U-Bahnen am Zielort mit NRWplus kinderleicht gemacht. Und wenn Sie innerhalb von NRW mit den IC/EC- oder ICE-Zügen des DB-Fernverkehrs reisen, können Sie sogar mit NRWplus am Start- und am Zielort die örtlichen Verkehrsmittel nutzen. Ein Beispiel: Sie kommen aus Bielefeld und möchten einen Freund in Aachen besuchen. Beim Kauf Ihres DB-Fahrscheins für den ICE von Bielefeld nach Aachen wird auf Wunsch einfach 'NRWplus' auf das Ticket gedruckt. Damit können Sie innerhalb von Bielefeld zum Startbahnhof und am Zielbahnhof innerhalb von Aachen mit den kommunalen Verkehrsmitteln – also Bus, Straßenbahn oder U-Bahn – zu Ihrer Zieladresse fahren.

Weitere Informationen zu den Tarifbestimmungen für das Angebot NRWplus sind als Anhang 9 in den Tarifbestimmungen für den NRW-Tarif aufgeführt.

Informationen zu den Verkaufsstellen sowie den aktuell gültigen Angebotskonditionen und Preisen finden Sie auf der Webseite der DB.

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Ausgangslage

Als Haus-zu-Haus-Tarif ist NRWplus ein „Vorreiter” der landesweiten Tarifentwicklung in NRW – in Ergänzung der Haus-zu-Haus-Tarife der Verkehrsverbünde und Verkehrsgemeinschaften.

Die Tariflandschaft in Nordrhein-Westfalen konnte in den Jahren 1999/2000 durch die Einführung von Bus-Schiene-Gemeinschaftstarifen in allen Teilräumen des Landes entscheidend verbessert werden. Jedoch blieben die Tarife für Fahrten über Verbundraumgrenzen hinweg noch immer komplex und für den Fahrgast umständlich (z. B. Übergangstarife). Um hier ein Tarifelement anbieten zu können, dass die bestehenden Tarifsysteme ergänzt, jedoch keine umfassende Tarifreform erfordert, wurde das NRWplus-Ticket entwickelt. Ab September 1999 war zunächst nur der ÖSPV-Nachlauf zu einer Bahnfahrt eingeschlossen. Seit September 2001 umfasst das NRWplus-Ticket sowohl den ÖSPV-Vorlauf zum Startbahnhof als auch den ÖSPV-Nachlauf vom Zielbahnhof zur Zielhaltestelle.

Mit NRWplus wurde in Nordrhein-Westfalen erstmalig für Einzelfahrten sowie für Hin- und Rückfahrten eine Haus-zu-Haus-Tarifierung im Verkehr zwischen den Geltungsbereichen der Verbundtarife geschaffen. NRWplus bildete hierdurch die tarifliche Grundlage für die „Tarifphilosophie” des NRW-Tarifs. Für Fahrten innerhalb von NRW mit Nahverkehrszügen wurde NRWplus zum 12. Juni 2005 durch die RelationspreisTickets des NRW-Tarifs abgelöst.

NRWplus ist nunmehr ausschließlich erhältlich für Verbindungen mit Fernverkehrszügen sowie bei Fahrten mit Nahverkehrszügen zwischen NRW und anderen Bundesländern. NRWplus-Tickets werden als Einzelfahrausweise, Hin- und Rückfahrausweise sowie ICE-Monatskarten angeboten. Die Ausweitung des NRWplus-Tarifs auf ICE-Monatskarten wurde im Dezember 2002 eingeführt, da Maßnahmen im Angebots- und Tarifbereich des DB-Fernverkehrs (z. B. Umwandlung von IC- in ICE-Züge, Einführung des DB-Preissystems „PEP”) den Zugang zu Fernzügen durch Fahrgäste mit Verbundzeitkarten erschwerte.

Das NRWplus-Ticket ist an allen DB-Verkaufsstellen und an allen DB-Verkaufsautomaten erhältlich.

Akteure

Das NRWplus-Ticket wurde durch den Landesarbeitskreis „Nahverkehr NRW” entwickelt. In dieser Arbeitsgruppe arbeiten Zweckverbände, Verkehrsverbünde und Verkehrsgemeinschaften, Bezirksregierungen sowie Vertreter von SPNV- und ÖSPV-Unternehmen unter Mitwirkung des Verkehrsministeriums NRW zusammen, welches diese Tarifmaßnahme gefördert hat.

Probleme und Aufgaben

NRWplus hat sich als Tarifangebot zur Gewährleistung der durchgehenden Reisekette zwischen Bahn und ÖSPV bewährt. Auch wenn durch die Einführung des NRW-Tarifs die Bedeutung dieses Tarifkonstrukts gerade für Einzelfahrten deutlich zurückgegangen ist, so beweisen die konstanten Verkaufszahlen und vor allem seine Bedeutung für Fernpendler im Zeitkartenbereich nach wie vor seine Notwendigkeit.

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