Das Mobilitaetsportal NRW

SPNV-Landesnetz

Der Schienenpersonennahverkehr soll auch überregional mobil machen. Das SPVN-Landesnetz ist die Grundlage dafür.

Um das überregionale Angebot im SPNV zu sichern, wurde in Nordrhein-Westfalen das SPNV-Netz im besonderen Landesinteresse (kurz: Landesnetz) festgelegt. Das Landesnetz dient als Grundgerüst für die landesweite Mobilitätskette im öffentlichen Personennahverkehr und soll die sachgerechte Bedienung der SPNV-Achsen sicherstellen, die die Regionen des Landes miteinander verbinden. Es begründet sich in § 7 Absatz 4 im Gesetz über den öffentlichen Personennahverkehr in Nordrhein-Westfalen (ÖPNVG NRW).

 Details einblenden   Ansprechpartner

Ausgangslage

Das Landesnetz umfasst die für die Erschließung aller Landesteile bedeutsamen SPNV-Verbindungen und stärkt damit die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit von Nordrhein-Westfalen. Ziele dabei sind:

  • die Sicherung eines überregionalen SPNV-Angebotes,  
  • die Stärkung lang laufender Linien mit überregionalem Verbindungscharakter,  
  • die Sicherstellung attraktiver Reisegeschwindigkeiten sowie  
  • regionale Zubringer zum Fernverkehr.

Das Landesnetz muss bestellt werden, wird jedoch vom jeweiligen Kooperationsraum gemeinsam mit dem übrigen SPNV-Netz verwaltet und aus Mitteln der SPNV-Pauschale finanziert.

Ferner sieht die gesetzliche Vorgabe vor, dass das SPNV-Landesnetz den Umfang von landesweit 40 Millionen Zug-Kilometern nicht überschreiten darf, um den Spielsraum der SPNV-Aufgabenträger zur Ausgestaltung des SPNV-Angebots mit überwiegend regionaler Bedeutung nicht zu beschränken.

Das Landesnetz umfasst zurzeit ca. 29,6 Millionen Zugkilometer der insgesamt rund 100 Millionen Zugkilometer, die pro Jahr in Nordrhein-Westfalen erbracht werden. Die Zugkilometer des Landesnetzes verteilen sich auf die SPNV-Aufgabenträger wie folgt:

  • Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR (VRR): 12,3 Mio. Zugkilometer, 
  • Zweckverband Nahverkehr Rheinland (ZV NVR): 5,9 Mio. Zugkilometer, 
  • Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL): 11,4 Mio. Zugkilometer.

Das Landesnetz kann als Tabelle oder als Grafik eingesehen werden.

Bereits beschlossen ist eine Fortschreibung des Landesnetzes zum Fahrplanwechsel im Dezember 2016. Vorgesehen ist eine Erweiterung auf 31,9 Millionen Zugkilometer, die sich wie folgt auf die SPNV-Aufgabenträger verteilt:

  • Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR (VRR): 13,9 Mio. Zugkilometer,
  • Zweckverband Nahverkehr Rheinland (ZV NVR): 6,3 Mio. Zugkilometer,
  • Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL): 11,6 Mio. Zugkilometer.

Akteure

Das Landesnetz wird vom Ministerium für Bauen und Verkehr im Einvernehmen mit dem Ausschuss für Bauen und Verkehr des Landtags und den für den SPNV zuständigen Aufgabenträgern VRR, NVR und NWL festgelegt.

Die Fortschreibung des Landesnetzes ist Hauptaufgabe des beim Zweckverband Westfalen-Lippe angesiedelten landesweiten Kompetenzcenters ITF (siehe auch ÖPNV-Kompetenzcenter). Gemeinsame Arbeitsebene ist der vom Ministerium für Bauen und Verkehr geleitete Landesarbeitskreis ITF, dem u.a. die drei SPNV-Kooperationsräume angehören.

Probleme und Aufgaben

Bei einer Weiterentwicklung des Landesnetzes sind insbesondere die folgenden Aspekte zu berücksichtigen:

  • Einbeziehung des Rhein-Ruhr-Express (RRX) sowie Veränderungen im Zubringer- und Umgebungsnetz des RRX, 
  • Schwachstellenanalyse und Fortentwicklung des Integralen Taktfahrplans (ITF).
Drucken