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Busse & Bahnen NRW

11.09.2017

NRW ist das Bürgerbus-Land Nr.1

Landes-Verkehrsminister Hendrik Wüst dankt Ehrenamtlichen für ihren Einsatz.

Essen. „Die Bürgerbusse in Nordrhein-Westfalen – das sind nicht nur ein paar Vereine, das ist eine ganze Bewegung – eine Bewegung, die viele Menschen mobil macht und die Mobilität vieler Menschen sichert. Und das bereits seit über 30 Jahren! Was Sie für die Gesellschaft tagtäglich auf die Straße bringen, ist beeindruckend.“ erklärte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst anlässlich des landesweiten Bürgerbus-Tags in der Essener Grugahalle. Vertreten wurde der Minister bei dem Treffen in der Ruhrgebietsstadt von seinem Staatssekretär Hendrik Schulte, der den rund 1.200 Bürgerbusfahrerinnen und -fahrern sowie Vereinsmitgliedern persönlich für ihren Einsatz gedankt hat. Eingeladen hatten das Land Nordrhein-Westfalen und die Gemeinschaftsinitiative Busse & Bahnen NRW. Franz Heckens vom Dachverband Pro Bürgerbus NRW e.V. fand ebenfalls lobende Worte: „Sie haben aktiv an der Erfolgsgeschichte Bürgerbus in NRW mitgeschrieben. Rund 130 Vereine machen NRW zum Bürgerbus-Land Nummer 1. Darauf können wir alle stolz sein“, sagte er.

Bürger fahren für Bürger – eine Erfolgsgeschichte in NRW

1985 startete der erste Bürgerbus als Pilotprojekt im Münsterland. Mittlerweile sorgen 133 Bürgerbus-Vereine in Nordrhein-Westfalen derzeit für ein Plus an Mobilität und weitere Vereine bereiten sich auf den Betrieb vor. Zum Vergleich: 2013 waren es noch 111 Vereine und bundesweit gibt es heute gerade einmal etwa 300. Insgesamt engagieren sich rund 3.200 Bürgerbusfahrerinnen und -fahrer ehrenamtlich in NRW. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. So unterstützt das Land den Einsatz, indem es etwa Zuschüssen für die Erstbeschaffung der Busse zur Verfügung stellt (35.000 € bis 84.000 € pro Bus; abhängig davon, ob das Fahrzeug rollstuhlgerecht ausgebaut ist oder über einen alternativen Antrieb verfügt) sowie mit einer jährlichen Pauschale von 6.500 bis 7.500 € pro Verein für die Vereinsorganisation. Zum Einsatz kommen ausschließlich Kleinbusse mit acht Fahrgastplätzen, da die Fahrer keinen Busführerschein besitzen und auch nicht mit dem professionellen Linienbetrieb konkurrieren wollen. Der Bürgerbus ist ein normaler Linienverkehr auf einer konzessionierten Strecke mit Fahrplan, Haltestellen und einem geregelten Tarif. Seine Aufgabe ist es, ein ergänzendes Mobilitätsangebot bereitzustellen – im ländlichen Raum, der durch den ÖPNV kaum erschlossen ist, aber auch in einigen Großstädten ergänzen die Bürgerbusse den städtischen Nahverkehrsbetrieb. Das Angebot kommt an: Rund 1.400.000 Fahrgäste im Jahr nutzen die Bürgerbusse regelmäßig.

Zu dem Erfolg dürfte vor allem auch der Gedanke hinter der Idee beitragen: „Bürger fahren für Bürger – auf diesen kurzen Nenner kann man die Bürgerbus-Bewegung bringen“, so Minister Wüst. „Aber Bürgerbusse garantieren nicht nur ein Stück Mobilität, sie haben darüber hinaus auch eine soziale Funktion. Vielerorts sind sie Treffpunkt, Kommunikationsplattform und Identifikationsquelle. Mit dem Bürgerbus-Tag wollen wir ein deutliches Zeichen der Anerkennung für den ehrenamtlichen Einsatz der Beteiligten setzen.“ Unterm Strich ist die Veranstaltung aber mehr als das. So nutzten die Anwesenden die Gelegenheit zum ausführlichen Erfahrungsaustausch über die Arbeit. Auch Themen wie Vereinsorganisation, Fahrzeugtechnik oder Barrierefreiheit kamen hier zur Sprache.

Das bunte Rahmenprogramm bot zudem eine Reihe gemeinsamer Erlebnisse – und Lacher. Dafür sorgten am Nachmittag Kabarettisten aus ganz NRW, die unter der Moderation von Helmut Sanftenschneider zum Comedy Battle gegeneinander antraten.

Pressekontakt:

Jürgen Burmeister

Pro Bürgerbus NRW e.V.

Fon: 0 203 / 39 82 72 94

E-Mail: burmeister.juergen@gmx.de


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