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Wirtschaft & Wissenschaft

National Express Rail/IntEgro Verkehr erstmals Streckenbetreiber in NRW

20.02.2013

Die RB 48 bedient die Strecke von Wuppertal über Köln nach Bonn-Mehlem.

Die Bietergemeinschaft hat den Zuschlag für die Linien RE 7 zwischen Krefeld und Rheine und RB 48 zwischen Wuppertal und Bonn erhalten. Ausgeschrieben war ein Verkehrsvertrag für 15 Jahre, der 2015 in Kraft treten soll.

Die Deutsche Bahn wird aller Voraussicht nach ab 2015 nicht mehr die Regionalexpresslinie RE 7 zwischen Krefeld und Rheine sowie die Regionalbahn RB 48 zwischen Wuppertal und Bonn betreiben. Die Bietergemeinschaft National Express Rail und IntEgro Verkehr hat das europaweite Vergabeverfahren des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr und der Zweckverbände Nahverkehr Westfalen-Lippe und Rheinland gewonnen. Erstmals konnte sich die Tochter eines britischen Nahverkehrskonzerns in NRW durchsetzen. „Wir freuen uns sehr über den für uns doch überraschenden Erfolg“, so Tobias Richter, Geschäftsführer von National Express Rail/IntEgro Verkehr. Da ein unterlegener Bieter den Antrag für ein Nachprüfungsverfahren  gestellt hat,  steht die endgültige Entscheidung noch aus.

Erstes Ziel der Aufgabenträger ist es, die Betriebsqualität zu verbessern. Vor allem sollen die vielen Verspätungen auf der Linie RE 7 reduziert werden. Daher wurden die Anforderungen erhöht: Die eingesetzten Elektrotriebfahrzeuge müssen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h (heute 140 km/h) erreichen. Dadurch und  durch das deutlich verbesserte Beschleunigungsverhalten der Triebwagenzüge sollen die negativen Auswirkungen des häufig verspäteten Fernverkehrs auf der Strecke Hamm - Wuppertal - Köln besser kompensiert werden können. Daran wird auch dem Betreiber gelegen sein, denn je öfter die Züge unpünktlich sind, desto teurer wird es: Schon ab zwei Minuten Verspätung muss National Express Rail /IntEgro Verkehr Abschläge an die Verkehrsverbände zahlen.

Der neue Betreiber will das Fahrzeugfinanzierungsmodell der Aufgabenträger in Anspruch nehmen. Dies bedeutet, dass National Express Rail/IntEgro die neuen Fahrzeuge zwar beschafft, diese jedoch an den VRR und NWL weiterveräußert. Der VRR und NWL werden Eigentümer der Fahrzeuge, übernehmen die Finanzierung und verpachten die Fahrzeuge an das Verkehrsunternehmen. „Der nächste Schritt für uns wird sein, festzulegen, mit welchen Fahrzeugen wir fahren wollen“, so Tobias Richter.

Mit Betriebsaufnahme 2015 können sich Reisende auf zwei weitere Verbesserungen freuen: Der RE 7 verkehrt künftig auch an Wochentagen zwischen Münster und Rheine im Stundentakt. Außerdem wird die RB 48 bis Wuppertal-Oberbarmen verlängert und bedient in der Hauptverkehrszeit den Abschnitt Köln – Bonn-Mehlem.

 

Quellen: Pressemitteilung Nahverkehr Rheinland, Westdeutsche Zeitung

 

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