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Komfortabler unterwegs: Die neuen Züge

Foto: Siemens AG

Eine tragende Säule des RRX-Konzepts bilden die neuen Züge für den Regionalverkehr. Derzeit baut Siemens Mobility 82 Fahrzeuge vom Typ Desiro HC, die von Ende 2018 an nach und nach auf die Strecke gehen sollen. Die modernen Züge werden Komfort und Barrierefreiheit deutlich erhöhen.  

Die RRX-Züge vom Typ Desiro HC schaffen Premiumqualität im Nahverkehr. Sie bestehen aus einstöckigen End- sowie doppelstöckigen Mittelwagen und verfügen je Zug über 400 Sitzplätze. Da der RRX fast ausschließlich in Doppeltraktion fahren wird, bietet er damit rund 800 Sitzplätze im Regelbetrieb – das sind im Durchschnitt 200 Sitzplätze mehr als in heutigen Regionalverkehrszügen. Mit ihrem hohen Ausstattungsstandard machen die RRX-Züge Fahrten im Regionalverkehr deutlich angenehmer. Dazu zählen unter anderem hochwertige bequeme Sitze, Steckdosen und Leseleuchten sowie ein besserer Mobilfunkempfang durch neuartige Scheiben. Eine transparente Gestaltung sowie eine vollständige Videoüberwachung in den Wagen verbessern das Sicherheitsgefühl der Reisenden. Hinzu kommen Notsprechstellen an allen Einstiegen und eine intelligente Türüberwachung. Für die Fahrgastinformation sorgen große Monitore. Die Züge verbessern insbesondere die Teilhabe für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Dazu tragen unter anderem die stufenlosen Ein- und Ausstiege bei, die einen Zugang ohne Rampen und Stufen im gesamten Niederflurbereich des Fahrgastraums ermöglichen. Darüber hinaus ist in den Endwagen ein Bereich speziell für Fahrgäste mit Rollstühlen und deren Begleitpersonen vorgesehen.

So sollen sie aussehen: Die neuen Züge des Rhein-Ruhr-Expresses. Klicken Sie auf das Bild, um die Bildergalerie zu starten. Fotos: Siemens AG

Neue Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen

Siemens-Mobility Deutschland baut die neuen RRX-Züge, erprobt die Fahrzeuge vorab in einem Testcenter und übernimmt auch die Wartung über einen Zeitraum von 32 Jahren. Dafür errichtet das Unternehmen derzeit eine neue Werkstatt in Dortmund. Auf dem rund 70.000 Quadratmeter großen Gelände entstehen 75 neue Arbeitsplätze in der Instandhaltung und Reinigung der Züge, in der Verwaltung und zur Bewachung der Anlage. Um eine fast hundertprozentige Verfügbarkeit der Züge zu garantieren, setzt Siemens-Mobility auf ein vorausschauendes Wartungssystem. Dabei sollen modernste Diagnose- und Analysesysteme dazu beitragen, dass Fehler möglichst schon vor ihrem Auftreten erkannt und behoben werden. Dr. Jochen Eickholt, Chef der Bahnsparte von Siemens: „In Dortmund-Eving überführen wir den Service und die Wartung von Zügen in das digitale Zeitalter. Wir benutzen Algorithmen, um von den Zügen gelieferte Daten zu analysieren und können so Fehlfunktionen beheben, bevor sie überhaupt eintreten. So können wir unserem Kunden VRR und allen Fahrgästen eine über 99-prozentige Verfügbarkeit unserer Züge garantieren.“

Mehr zum Thema:

Siemens-Broschüre zum Desiro HC

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