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Weichenstellung für die Zukunft

Foto: Emanuel Bloedt

Ende 2018 beginnt der Vorlaufbetrieb für den Rhein-Ruhr-Express (RRX). Das wichtigste Schienenprojekt in Nordrhein-Westfalen soll für bessere Verbindungen im Regionalverkehr auf der Schiene sorgen. Fahrgäste im Land profitieren aber bereits seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2016 von zahlreichen Verbesserungen.

DB Regio NRW bringt im Auftrag der zuständigen Aufgabenträger seit dem Fahrplanwechsel ein um jährlich 1,35 Millionen Zugkilometer erweitertes Angebot auf die Schiene. Reisende können sich auf den Regionalexpress-Linien 1, 4, 5, 6 und 11 sowie der Regionalbahn-Linie 33 über zusätzliche Zugfahrten und optimierte Linienverläufe freuen. Durch die Anpassungen sind vor allem das Ruhrgebiet, die Landeshauptstadt Düsseldorf und das Rheinland besser miteinander verbunden. Mit dazu bei trägt unter anderem die veränderte Linienführung des RE 11. Er verkehrt nun zwischen Düsseldorf sowie Hamm und wird alle zwei Stunden über Paderborn bis zum ICE-Knotenpunkt Kassel-Wilhelmshöhe verlängert. Verbesserungen gibt es zudem beim RE 6 aus Minden. Die Linie endet nicht länger in Düsseldorf, sondern verkehrt als „Rhein-Weser-Express“ über Neuss und Köln weiter bis zum Flughafen Köln/Bonn. Mit dem RE 1, dem RE 6 und dem RE 11 sind auf der zentralen Achse zwischen Hamm und Düsseldorf nun drei Regional-Express-Linien unterwegs, sodass nun ein annähernder 20-Minuten-Takt zwischen Westfalen und dem Rheinland besteht. „Mit dieser Qualitätssteigerung werden bereits jetzt die Weichen zum Rhein-Ruhr-Express gestellt, der zwischen 2018 und 2020 Fahrt aufnimmt“, sagt Andree Bach, Vorsitzender der Geschäftsleitung von DB Regio NRW. „Als derzeitiger Betreiber der zentralen RE-Linien und Wegbereiter für eines der wichtigsten Nahverkehrsprojekte in NRW sind wir stolz darauf, schon heute einen spürbaren Beitrag zum künftigen Erfolg des RRX zu leisten.“

Modernisierung der Fahrzeugflotte

DB Regio NRW hat für mehr Komfort im Regionalverkehr in den vergangenen Monaten außerdem die Fahrzeugflotte modernisiert. Bei mehr als 200 Doppelstockwagen erfolgte eine Runderneuerung. Dabei wurden die Fahrzeuge intensiv von innen und außen grundgereinigt, die Lackierung ausgebessert und bei Bedarf aufgefrischt. Einzelne Fahrzeuge erhielten zudem eine komplett neue Lackierung. Im Fahrzeuginnern wurden Kopfstützen und Sitzpolster erneuert, defekte oder beschädigte Armstützen und Griffe ersetzt sowie Fensterscheiben von Kratzspuren befreit. Eine Reihe von Umbaumaßnahmen soll die Qualität weiter erhöhen. Dazu zählt insbesondere die Vergrößerung des Mehrzweckbereichs in den Steuerwagen bei 24 Fahrzeugen, um mehr Platz für Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen zu schaffen.

Vorlaufbetrieb ab Ende 2018

Ende 2018 startet der Vorlaufbetrieb für den RRX. Bis dahin erfolgen weitere Anpassungen, um Reiseketten zu verbessern und reibungslos auf den Vorlaufbetrieb sowie später auf den RRX umstellen zu können. Zuständig für den Betrieb sind dann Abellio Rail NRW und National Express. DB Regio NRW steht den Partnern im Wettbewerb aber weiter mit seiner Erfahrung als Dienstleister rund um die Schiene in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung und wird sich für ein funktionierendes Gesamtsystem einsetzen, wie Bach betont: „Nach unserer Überzeugung müssen alle Verkehrsunternehmen in NRW ein großes Interesse daran haben, dass der RRX ein Erfolg wird und mehr Menschen von der Straße auf die Schiene wechseln. Dass das System Schiene gestärkt und der Nahverkehr attraktiver wird, ist für den Standort NRW von großer Bedeutung.“

Mehr zum Thema:

Pressemitteilung zum RE-Konzept

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