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Drei Säulen für eine erfolgreiche Umsetzung

Foto: Emanuel Bloedt

Im 15-Minuten-Takt von Köln nach Dortmund – und das mit deutlich mehr Komfort: So lässt sich das Ziel des Rhein-Ruhr-Express (RRX) beschreiben. Damit diese Vision für Nordrhein-Westfalen Realität wird, müssen die drei Säulen Infrastruktur, Fahrzeuge und Betrieb ineinandergreifen.

Säule 1: Der Ausbau der Infrastruktur

Die Basis für einen erfolgreichen Betrieb des RRX bildet der umfassende Aus- und Umbau der Schieneninfrastruktur. Noch teilen sich Fern-, Güter- und Regionalverkehr vielerorts die Gleise, was durch die hohe Auslastung immer wieder zu Verspätungen führt. Nach dem erfolgten Ausbau der Schienenwege können schnelle und langsame Verkehre besser voneinander getrennt und die hohe Taktdichte des RRX gewährleistet werden. Das Vorhaben ist in verschiedene Abschnitte unterteilt. Für den Bereich Köln-Mülheim liegt bereits Baurecht vor, der Spatenstich erfolgte Anfang März. „Die Realisierung des RRX ist ein Großprojekt, das in den kommenden Jahren von allen Projektpartnern noch viel Einsatz erfordern wird“, sagt Heiko Sedlaczek, Geschäftsführer der Nahverkehr Rheinland GmbH. „Umso mehr freuen wir uns, dass jetzt mit dem notwendigen Umbau der Schieneninfrastruktur begonnen werden konnte und wir wieder einen Schritt hin zu einem hochwertigen und leistungsstarken Schienenpersonennahverkehr im Land gemacht haben.“ Neben den Schienenwegen werden auch zahlreiche Bahnhöfe und Stationen im Land in den kommenden Jahren für den RRX umgebaut und ermöglichen dadurch ein barrierefreies Reisen sowie einen angenehmeren Aufenthalt.

Säule 2: Die neuen Fahrzeuge

Für den RRX baut Siemens 82 neue Züge vom Typ Desiro HC. Mit ihren hohen Ausstattungsstandards sowie zusätzlichen Sitzplätzen sollen sie Fahrten im Regionalverkehr auf der Schiene künftig wesentlich komfortabler machen und insbesondere Menschen mit Mobilitätseinschränkungen eine bessere Teilhabe ermöglichen. Die ersten Züge gehen ab Ende 2018 nach und nach auf die Schiene, die Betreiber sind dann Abellio Rail NRW und National Express. Bei der europaweiten Ausschreibung für die neuen Züge haben die Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr in Nordrhein-Westfalen bewusst neue Wege beschritten und den Bau der Fahrzeuge zusammen mit der Wartung über 32 Jahre vergeben. Dabei garantiert Siemens als Hersteller eine dauerhafte Verfügbarkeit der Fahrzeuge. „Wenn die Hersteller die Fahrzeuge über ihre ganze Nutzungsdauer instand halten müssen, liegt es in ihrem Interesse, sie von vorneherein so zu konstruieren und zu bauen, dass sie möglichst wartungsarm betrieben werden“, erklärt Martin Husmann, Vorstandssprecher Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR, die Entscheidung. „Zudem können sie mögliche Schwachstellen schneller erkennen und Abhilfe schaffen. Indem Produktion und Instandhaltung zu den geringsten Gesamtkosten vergeben werden, bietet sich den Aufgabenträgern die Möglichkeit einer besonders nachhaltigen Beschaffung von qualitativ hochwertigen Fahrzeugen.“

Säule 3: Das RRX-Betriebskonzept

Nach dem Ausbau der Schieneninfrastruktur und dem Bau der Fahrzeuge kann der Betrieb des RRX starten. Auf der Kernstrecke von Köln über Düsseldorf, Duisburg und Essen bis nach Dortmund ist im Zielzustand ein durchgehender 15-Minuten-Takt geplant. Dieser wird durch vier RRX-Linien realisiert, die von den Eckpunkten der einzelnen Linien in die anderen Landesteile sowie nach Kassel und Koblenz durchgebunden werden. Weitere RRX-Linien sollen die Anbindung des nördlichen Ruhrgebiets und des Niederrheins sicherstellen. Das optimierte Angebot wird die Mobilität von vielen Millionen Reisenden und Pendlern in Nordrhein-Westfalen verbessern und zu einem engeren Vernetzung der Landesteile beitragen, ist sich Burkhard Bastisch, Geschäftsführer Nahverkehr Westfalen-Lippe, sicher: „Mit dem RRX sorgen wir dafür, dass Westfalen, das Ruhrgebiet und das Rheinland näher zusammenrücken. Davon können die Menschen und Unternehmen im Land nur profitieren.“

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