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Baustart für das Großprojekt

Foto: DB Netz AG/RRX Netzwerk-Büro

Damit der Rhein-Ruhr-Express (RRX) Köln und Dortmund im 15-Minuten-Takt verbinden kann, ist ein umfassender Aus- und Umbau der Schienenwege erforderlich. Anfang März erfolgte der Baubeginn in Köln.

Für die Realisierung des RRX ist eine ganze Reihe an Baumaßnahmen zwischen Köln und Dortmund geplant: Die Strecke zwischen Köln-Mülheim und Düsseldorf-Benrath wird durchgehend viergleisig ausgebaut. Im Anschluss erfolgt der sechsgleisige Ausbau von Düsseldorf-Benrath bis Duisburg Hbf. Darüber hinaus gibt es punktuelle Baumaßnahmen zwischen Duisburg und Dortmund sowie an den Gleisen in Dortmund Hbf. Aufgrund der Streckenlänge und der unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten ist das Großprojekt RRX in sechs Planfeststellungsbereiche (PFB) aufgegliedert. Diese sind wiederum in insgesamt 14 Planfeststellungsabschnitte (PFA) unterteilt. Für den PFA 1.1 rund um Köln-Mülheim liegt bereits Baurecht vor, die Arbeiten haben Anfang März begonnen. Im Zuge des Umbaus wird der Abstand der beiden S-Bahn-Gleise zwischen Köln-Mülheim und Köln-Stammheim von 3,80 auf 4 Meter erhöht. Durch diese Anpassung können die Gleise künftig auch von den örtlichen Güterzügen befahren werden, die heute noch auf Fernverkehrsgleisen unterwegs sind. Die so entlastete Fernverkehrstrasse kann dann den zusätzlichen RRX-Verkehr aufnehmen. Um einen flexiblen Betrieb zu ermöglichen, erfolgt zudem der Umbau von vier Weichen inklusive Anpassungen an den Signalen und der Oberleitung.

Information auf allen Kanälen

Auch bei den weiteren Planfeststellungsabschnitten gehen die Planungen voran. Im Mittelpunkt steht dabei stets die enge Einbindung der vom Ausbau betroffenen Anwohner. Sie werden frühzeitig über die geplanten Maßnahmen informiert und haben so auch schon vor dem offiziellen Planfeststellungsverfahren die Möglichkeit, ihre Ideen, Stellungnahmen und Einwände einzubringen. Neben Informationen im Internet, bietet die DB Netz AG auch Sprechstunden vor Ort an sowie die Möglichkeit sich telefonisch über das Projekt zu informieren. „Wir wollen mit den Anwohnern direkt ins Gespräch kommen und erklären, was wir planen und warum wir so planen“, sagt Michael Kolle, Projektleiter bei der DB Netz AG. „Wir haben festgestellt, dass es ein großes Informationsbedürfnis über den Ausbau der Strecke gibt und wir viele Befürchtungen im persönlichen Gespräch direkt nehmen können. Außerdem erhalten wir immer wieder nützliche Hinweise aus der Bevölkerung, die wir in unsere Planungen aufnehmen können.“  

Investitionen in die Bahnhöfe

Entlang der Strecke und in den anderen Landesteilen werden neben den Schienenwegen in den kommenden Jahren auch zahlreiche Bahnhöfe und Haltepunkte modernisiert. Zwei der größten Projekte – außerhalb des RRX-Projektes – sind die Hauptbahnhöfe in Duisburg und Dortmund. Zusätzlich zu Anpassungen der Bahnsteighöhen an den Außenästen, um einen niveaugleichen Einstieg in die RRX-Züge zu gewährleisten, gibt es zahlreiche weitere Verbesserungen bei der Barrierefreiheit. So werden vielerorts neue Aufzüge errichtet, Rampen angelegt und taktile Leitstreifen angebracht. Auch die Aufenthaltsqualität an den Bahnhöfen erhöht sich, zum Beispiel durch neue Bodenbeläge, einen besseren Wetterschutz, die Modernisierung von Bahnsteigdächern und Personentunneln sowie Investitionen in Beleuchtung, Fahrgastinformation und Wegeleitsysteme.  

Mehr zum Thema:

Internetseite zum RRX

Informationen der DB zum Bauprojekt

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