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NRW als Wanderland

In Nordrhein-Westfalen locken vielfältige Landschaften in die Natur. Doch was genau macht NRW als Wanderland attraktiv? Diese Frage beantworten bekannte Wanderer und Hobbywanderer aus der Gegend. Gleichzeitig verraten sie, welches nordrhein-westfälische Gebiet man auf jeden Fall einmal bewandern sollte.

Ludger Stratmann, Arzt und Kabarettist (Foto: Ludger Heitmann)

„NRW ist deshalb als Wanderland so attraktiv, weil man auf den mittlerweile sehr gut beschriebenen Wanderwegen sämtliche Vorurteile über NRW mit angeblich flächendeckender Industrialisierung und Dauerverkehrsbelästigung über den Haufen werfen kann. Ich würde deswegen zum Beispiel die Ruhrwanderwege schon eher als Erkenntniswege bezeichnen. Eine Stadt wie Bottrop kennt in ihrem Norden Wanderwege, wo sich auf dem Weg Kultur und Freizeitobjekte sowie historische Industrieanlagen abwandern lassen – also ein Wandern mit den Beinen und dem Kopf!

Ich selbst wandere gerne in Bottrop durch den Köllnischen Wald: Vom Quadrat, einem modernen Museum mit wechselnden Ausstellungen, welches der weltbekannte Künstler und Bottroper Josef Albers der Stadt stiftete, bis hin zur Zeche Prosper-Haniel, der letzten noch tätigen Zeche im Ruhrgebiet mit einer wunderschönen, riesigen begehbaren Abraumhalde, die ein Amphitheater verbirgt und einen wunderbaren Blick über große Teile des Ruhrgebietes erlaubt. Über ausgewiesene Wanderwege geht’s dann ins Dorstener Land mit dem Schloss Lembeck und vielen Einkehrmöglichkeiten für den nicht ganz so sportlichen Wandersmann wie mich.“

Silke Kainka, Hobbywanderin (Foto: privat)

„Wer in NRW wohnt, braucht nicht weit zu fahren, um die Natur zu genießen. Es gibt viele schöne Stellen, an denen sich ein Wanderfreund erholen kann. Die Orte sind dabei sehr vielfältig, von Wald bis Wasser ist alles vorhanden.

Unbedingt bewandern sollte man die Elfringhauser Schweiz. Dort kann man stundenlang durch die Wälder streifen und die schöne Umgebung genießen. Nach einer ausgiebigen Tour erhole ich mich gerne im Bergerhof bei einem leckeren Essen oder einem Stück selbstgebackenen Kuchen. Die Nordeifel liegt auch noch in NRW und ist, da ich ein absoluter Eifelfan bin, einer meiner Lieblingsorte. Die Eifel ist super vielfältig und ein Traum für Wanderer wie mich.“

Liane Jordan, Ansprechpartnerin für Qualitätswege und Qualitätsregionen beim Deutschen Wanderverband (Foto: Liane Jordan)

„Nordrhein-Westfalen ist von der Eifel im Westen bis zum Teutoburger Wald im Osten ein facettenreiches Wanderland, geprägt von kulturellen Highlights und einzigartiger Naturkulisse. Gekrönt wird das Wandererlebnis von den kulinarischen Genüssen des Landes, ob mit Bergischer Kaffeetafel oder Rheinischem Sauerbraten, Wandern und Einkehren passt hier fabelhaft zusammen.

Ich denke gern zurück an meine Wanderungen durch das romantische Siegtal, auf Spuren des Ludgerus im Münsterland oder hoch auf den Kamm des Rothaargebirges. Empfehlen kann ich in meiner Heimat im Warburger Land die Wanderung auf den wunderschönen Desenberg. In NRW findet jeder sein ganz persönliches Wander-Highlight.“

Peter Schedetzki, Hobbywanderer (Foto: privat)

​„Wenn man „Ruhrpott” hört, könnte der Eindruck entstehen, dass es sich nicht lohnt im Revier zu Wandern. Ich aber habe hier schon die schönste Natur, Kunst und Parkanlagen bei meinen Wanderungen besucht, habe Tiere und Pflanzen entdeckt, die man auf den ersten Blick nicht vermuten würde. Dabei sehe ich das Wandern großzügiger als nur per Pedes, denn die Kombinationsmöglichkeiten von Fußwandern, Radwandern oder in Verbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, machen die Region absolut unschlagbar. Ich persönlich genieße jede meiner immer nur grob geplanten Wanderschaften und staune, was es mit mir als Person macht, wie ich Ruhe finde und dabei Neues entdecke. Auch erwähnenswert ist der hohe Verknüpfungsgrad, also in welchem Maße alle schönen Orte und Sehenswürdigkeiten hier im Ruhrpott verbunden sind.​“

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