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Wandern zu jeder Jahreszeit

Ob über taufrische Frühlingswiesen, sommerliche Felder oder durch buntes Laub und knöcheltiefen Pulverschnee: Wandern ist zu jeder Jahreszeit eine wohltuende Aktivität und ein willkommener Ausgleich zum Alltag. Nicht zuletzt locken auch die saisonalen Vorzüge und Besonderheiten, die Frühling, Sommer, Herbst und Winter bereit halten, Wanderer Monat für Monat in die Natur.

Wilder Frühling

Foto: Peter Braczko

Auf Wiesen, Waldlichtungen und entlang der heimischen Flüsse sprießen im Frühjahr unzählige wilde Pflanzen. Sie laden Wanderer regelmäßig zu Entdeckungstouren ins Grüne ein. Dabei ist das wilde Grün am Wegesrand nicht nur ein ansehnlicher Frühlingsbote, sondern mitunter auch schmackhaft und gesund. „Viele Menschen wünschen sich eine Rückbesinnung zur Natur. Von regionalen, wild wachsenden Kräutern erhoffen sie sich intensivere Geschmäcke und eine wohltuende Wirkung auf ihren Körper“, berichtet die Kräuterexpertin Ursula Stratmann. Aus ihrer Faszination für die Natur entwickelte die studierte Biologin vor acht Jahren ihren Traumberuf: Seitdem bietet sie Kräutertouren im Ruhrgebiet an und veröffentlicht zudem regelmäßig Bücher – allesamt rund ums Kraut. Zu entdecken, beschreiben und verkosten gibt es in der Region reichlich, was vor allem an der vielfältigen Landschaft in Nordrhein-Westfalen liegt. Zwischen Feldern, Hügeln, Wäldern und Seen führt Stratmann die Teilnehmer ihrer Touren an Orte wie das Ruhrufer in Witten. Zum Abschluss jedes Ausflugs werden die gesammelten Kräuter von ihr beäugt und erläutert: „Mit den richtigen Blättern und Blüten kann man sich schnell und einfach eine richtige Vitaminbombe zusammenpflücken“, schwärmt die 58-Jährige. Weitere Informationen zu den geführten Kräuterwanderungen von Ursula Stratmann finden Sie unter www.kraeutertour-de-ruhr.de.

Spritziger Sommer

Im Sommer zieht es viele Wanderbegeisterte hinaus in die Natur. Angenehme Temperaturen, klare Sicht und wohltunendes Sonnenlicht bescheren die besten Vorrausetzungen für einen rundum gelungenen Tag im Freien. Sollte das Thermometer dann doch mal etwas zu hoch klettern, bleibt den Wanderern der Sprung ins kühle Nass, um sich zwischenzeitlich zu erfrischen. Zum Glück führen viele Wanderrouten im Münster- oder Sauerland, der Eifel und dem Bergischen vorbei an natürlichen Gewässern und Stauseen. Gerade in Naturseen ist das Baden oftmals idyllischer und entspannter, als an künstlich angelegten Badestellen. Jedoch bergen diese Gewässer auch Gefahren, vor allem wenn unbeaufsichtigt sind. Dem erfrischenden Badespaß steht jedoch nichts im Wege, wenn einige Regeln beachtet werden. So sollten Schwimmer Sicherheitshinweise und Badeverbote unbedingt einhalten. Wer sich unsicher fühlt, bewegt sich besser nicht ins tiefe Wasser und auch erfahrene Wasserratten schwimmen nicht allein zu weit hinaus. An größeren Seen sollten Schifffahrtsrouten oder Wasserfahrzeugen unbedingt beachtet werden. Selbstverständlich ist von Sprüngen in unbekannte Gewässer ebenfalls abzuraten. Schöne Wanderrouten entlang an Flüssen und Seen finden Sie hier.

Schmackhafter Herbst

Foto: Ralf Dahlheuser

Im Spätsommer und Herbst lädt nicht nur das farbenfrohe Plätterdach zu einer Waldwanderung ein, auch Pilze haben Hochsaison. So kommt zu dieser Jahreszeit die größte Fülle an verschiedenartigen Pilzen zum Vorschein. Falls es an den Tagen vor der Wanderung ausreichend geregnet hat, sollten sogar genügend essbare Pilze für eine leckere Mahlzeit gesammelt werden können. Aber Vorsicht: Unerfahrene Sammler sollten ausschließlich unter professioneller Begleitung „in die Pilze gehen“. „Wer sich nicht wirklich auskennt, sollte es lassen“, empfiehlt der Pilz-Experte Ralf Dahlheuser kompromisslos. Auch die zunehmende Beliebtheit sogenannter Pilz-Apps sieht der 58-jährige Kürtener mit Sorge: „Das ist schlichtweg lebensgefährlich. Selbst auf gut aufgelösten Fotos können Anfänger viele giftige Pilze unmöglich von ungiftigen Pilzen unterscheiden.“ Wer sich unbeschwert auf die Suche nach den köstlichen Waldbewohnern machen möchte, sollte einen geschulten Begleiter an seiner Seite haben. Experten wie Ralf Dahlheuser bieten ihre Dienste auch als Führer an. Auf seinen Pilzwanderungen durch das Bergische können die Wanderer nicht nur ihre Körbe mit Hallimasch, Parasol, Marone und Pfifferling füllen, sondern gleichzeitig auch die Natur genießen und viele wissenswerte Details zum heimischen Wald erfahren. Weitere Informationen zu den geführten Pilzwanderungen von Ralf Dahlheuser finden Sie unter www.pilze-und-natur-im-bergischen-land.de.

Rasanter Winter

Wenn die ersten Flocken fallen und die Landschaft nach und nach unter einer Schneedecke verschwindet, machen es sich viele Menschen in den eigenen vier Wänden bequem. Ob vor dem heimischen Kamin oder dem Fernseher – an Wandern ist vermeintlich nicht zu denken. Dabei ist die Natur zu dieser Jahreszeit besonders friedlich, die Luft angenehm klar und die Atmosphäre in den Wäldern geradezu mystisch. Mit Handschuhen, Schal und Mütze ausgestattet, sollte keine Ausrede mehr gelten, um sich das Winterwunderland entgehen zu lassen. Schließlich versorgt die Bewegung an der kalten Winterluft den Körper mit dem nötigen Tageslicht und ist äußerst gesund. Wer dennoch einen besonderen Anreiz benötigt oder die schlichte Wanderung durch den Pulverschnee zu eintönig findet, kann einige rasante Abfahrten mit dem Schlitten in seine Wanderrouten integrieren. Bei der Wahl ihrer Schlittenroute sollten Wanderer unbedingt berücksichtigen, dass sie den schweren Rodel über die gesamte Strecke mitführen müssen. Somit sollten längere Wege mit sehr anspruchsvollem Höhenprofil – trotz der Aussicht auf lange Abfahrten – eher gemieden werden. Zudem steht auch beim Schlittenwandern die Sicherheit an erster Stelle. Deshalb sollten Kinder während des Rodelns unbedingt einen geeigneten Helm tragen und Erwachsene sollten sich nicht mit dem Kopf voran den Abhang hinunterstürzen. Nicht zuletzt ist wichtig, sich vor der Talfahrt die richtigen Bremstechniken anzueignen, damit dem Spaß nichts im Wege steht. Über geeignete Wanderrouten in Ihrer Nähe und die entsprechenden Höhenprofile informieren Sie sich hier.

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